
Kassel (kobinet) Mit dem Einzug von Dr. Andreas Jürgens von den Grünen ins Kasseler Stadtparlament sind dort nun zwei Rollstuhlnutzer im Parlament. Heute wurde der bereits seit Frühjahr 2003 im Hessischen Landtag vertretene und für eine ausgeschiedene Stadtverordnete nachgerückte Richter ins Kasseler Stadtparlament eingeführt. Besser hätte es Andreas Jürgens dabei nicht erwischen können, denn seine Einführung erfolgt genau an seinem 49. Geburtstag, so dass es für ihn heute im doppelten Sinne etwas zu feiern gibt. Neben Jürgens für die Grünen ist im Kasseler Stadtparlament mit Michael Spörke von der SPD ein weiterer Rollstuhlnutzer Mitglied des Parlaments. Dass der vor einigen Jahren vorangetriebene Aufruf der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) unter dem Motto "Behinderte in die Parlamente" in Kassel besondere Wirkung zeigt, beweist auch die Tatsache, dass dort mit Ottmar Miles-Paul noch ein Sehbehinderter für die Grünen im Parlament sitzt. Damit nicht genug, für die FDP sind zwei schwerbehinderte Personen im Kasseler Stadtparlament und für die CDU eine Frau mit Behinderung. "Das schafft uns eine gute Basis für eine fraktionsübergreifende Zusammenarbeit in Sachen Behindertenpolitik auf deren Basis wir in den letzten vier Jahren über 20 Anträge zur Behindertenpolitik meist fraktionsübergreifend verabschiedet haben", erklärte Ottmar Miles-Paul. elba