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21.11.2005 - 11:16

Andreas Heinecke von Ashoka ausgezeichnet.

Berlin/Hamburg (kobinet) Als erster deutscher Sozialunternehmer wurde Dr. Andreas Heinecke von der jetzt auch in Deutschland tätigen internationalen Organisation Ashoka ausgezeichnet. Heinecke wurde durch seine Ausstellungen "Dialog im Dunkeln" bekannt. Er ist Geschäftsführer der Consens Ausstellungs GmbH, die nach seinem Konzept In Hamburg die Ausstellung zur Entdeckung des Unsichtbaren in der Speicherstadt veranstaltet. Dialog im Dunkeln kann noch bis mindestens März 2008 besucht werden. Finanziert wird das Projekt von der Behörde für Soziales und Familie / Integrationsamt Hamburg, mit Unterstützung der Agentur für Arbeit und in Kooperation mit Arbeit und Lernen Hamburg GmbH. Erstmals wurde in diesem Jahr ein Kurzfilmwettbewerb unter dem Titel "Blindspot" (siehe kobinet 7.11.05) aufgelegt. Am Freitag hat die Geschäftsführerin der Ashoka Deutschland gGmbH, Konstanze Frischen, in Berlin Dr. Andreas Heinecke als "1. Social Entrepreneur" ausgezeichnet. Seine Ausstellungen unter dem Namen "Dialog im Dunkeln" sind von Blinden und Behinderten geführte Museen, in denen Sehende in totale Dunkelheit eintauchen und von Blinden lernen, neu zu sehen. Dialog im Dunkeln stellt ein einzigartiges System der Integrationsarbeit dar, das Überwindung von Vorurteilen möglich macht, Mitleid vermeidet, Potenziale erschließt (die Behinderten stehen mit ihren Fähigkeiten im Vordergrund) und somit benachteiligten Gruppen wieder einen Platz in der Gesellschaft gibt. Mehr als 4 Millionen Besucher in 17 Ländern haben den "Dialog" besucht, 4000 blinde Menschen sind dort beschäftigt gewesen. Mehr als 300 Teilnehmer waren im Berliner Abgeordnetenhaus zur Startveranstaltung der internationalen Organisation Ashoka in Deutschland gekommen. Ashoka fördert seit 25 Jahren in mehr als 50 Ländern rund 1600 Social Entrepreneurs. Prof. Dr. Peter Eigen, Gründer von Transparency International, hielt die Auftaktrede und lobte Ashoka als einzigartige Organisation, die weltweit maßgeblich dazu beigetragen hat, gesellschaftliche Verbesserungen voranzutreiben. "Es ist wunderbar und dringend notwendig, dass Ashoka jetzt in Deutschland startet und unternehmerisches Engagement in der Zivilgesellschaft vorantreibt", sagte Eigen. Er kündigte nach dem Rücktritt als Vorstandsvorsitzender von Transparency International vergangene Woche den Aufbau eines neuen universitären Zentrums für die Zivilgesellschaft in Berlin an. sch  

 
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