
Marburg/Lahn (kobinet) Im Sozialausschuss der Marburger Stadtverordnetenversammlung wurde ein Beschluss gefasst, das Hessische Behindertengleichstellungsgesetz auch auf kommunaler Ebene in Marburg umzusetzen. Dies teilte der Marburger Stadtverordnete Pandelis Chatzievgeniou, der den Antrag initiiert hatte, heute den kobinet-nachrichten mit. Während das Hessische Behindertengleichstellungsgesetz das große Manko hat, dass die Umsetzung der darin festgelegten Gleichstellungsbestimmungen für die Kommunen nicht verpflichtend geregelt sind, signalisieren immer mehr hessische Kommunen, dass diese sehr wohl gewillt sind, diese Bestimmungen umzusetzen. Nach Kassel hat nun auch Marburg einen Beschluss gefasst, mit dem sich die Kommune verpflichtet, die Bestimmungen des Hessischen Behindertengleichstellungsgesetzes umzusetzen. "Wir sind in Marburg aber noch ein Schritt weiter gegangen, in dem wir mit dem Beschluss sichergestellt haben, dass wir bei der Umsetzung des Gesetzes nicht unter die bisherigen Standards, die wir in Sachen Behindertenpolitik bisher in Marburg haben, zurückgehen. Das ist wichtig, weil wir in Marburg in den letzten Jahren eine Menge erreicht haben, was zum Teil noch weiter geht, als das, was das Gesetz vorschreibt", erklärte der blinde Rollstuhlnutzer Pandelis Chatzievgeniou, der für die SPD in der Marburger Stadtverordnetenversammlung sitzt. Der am letzten Mittwoch im Sozialausschuss der Marburger Stadtverordnetenversammlung einstimmig gefasste Beschluss wird am kommenden Freitag aller Wahrscheinlichkeit nach in der Marburger Stadtverordnetenversammlung endgültig verabschiedet. omp