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kobinet-nachrichten 24.11.2005 - 10:03
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Leise fieselt der Schnee

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Von kobinet-Korrespondent Franz Schmahl Berlin (kobinet) Es ist schon nervig, wenn mein Lebensmittel-Discounter um die Ecke schon im so schön ausklingenden goldenen Herbst mannshoch das weihnachtliche Naschwerk inmitten des Ganges zwischen den Verkaufsregalen aufstapelt. Diese Woche nun brachte den Berlinern die ersten nassen Schneeflocken, während in weiter südlichen Lagen schon gerodelt werden konnte. Im Berliner Schneeregen wollte der Berichterstatter einige nach Totensonntag eröffnete Weihnachtsmärkte besuchen, von denen es an die 50 in der Stadt gibt. Da Empfehlungen für auswärtige Besucher kaum objektiv sein können, gleich zu Beginn das Bekenntnis: Der mir liebste Markt bleibt immer noch der Nostalgische Weihnachtsmarkt rund um das Opernpalais Unter den Linden. Kunsthandwerkern aus dem Erzgebirge, aus Tschechien und Südtirol, die hier wie viele andere Berufskollegen ihre Erzeugnisse anbieten, war wieder beim Arbeiten über die Schulter zu schauen. Eine Tour mit dem 100 Jahre alten Riesenrad wurde zugunsten einer Ausstellung verschoben, auf die der Landesbeauftragte für Behinderte, Martin Marquard, in den movado-news hingewiesen hat. Dem sozialen Engagement des Marktbetreibers Joseph Nieke ist es zu danken, dass wiederum künstlerische Arbeiten unter anderem von jungen Leuten gezeigt werden, die eine Schule mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung besuchen. Marquard hofft auf viele Besucher, "für die es normal ist verschieden zu sein". Von Mal zu Mal gibt es in Berlin mehr Weihnachtsmärkte, "alle bieten das Kernprogramm mit Glühwein, gebrannten Mandeln, Kunsthandwerk und mehr oder weniger sentimentaler Musik", schrieb der Tagesspiegel. Der Weihnachtsmarkt am Gendarmenmarkt richtet sich eher an die Besserverdiener. Das Gelände ist umzäunt und bewacht, der Zutritt kostet einen Euro, dafür soll es besonders gediegen zugehen. Auf dem Schlossplatz, wo demnächst der Palast der Republik abgerissen werden soll, lockt der größte Weihnachtsmarkt der City Ost mit einem von weit her erkennbaren Riesenrad und einem dauerhaft lodernden Lagerfeuer. Ganz in der Nähe am Bebelplatz ist noch eine besondere Attraktion zu vermerken: Berlins mit 700 Quadratmetern größte Eisbahn. Auf dem Weihnachtsmarkt am Potsdamer Platz kommen Wintersportfans ebenso auf ihre Kosten. Auf einer von Experten aus Österreich künstlich beschneiten 70 Meter langen Rodelbahn ist auch im Berliner Winter, der meist Schneematsch und nasse Füße bringt, gut Schlitten zu fahren. Neben solchen Highlights ist doch noch Besinnliches im kleineren Kreis möglich, zum Beispiel am dritten Adventssonntag zum bunten Weihnachtsmarkt in der Villa Donnersmarck. "Geschenke für Verwandte und Bekannte, Freunde und Kollegen zum Kaufen und Selbstmachen - Musik zum Hören und Mitsingen", so kündigte es Thomas Golka in movado-news an. Vielleicht eine Möglichkeit, obwohl ein fieser Schneeregen wieder die Stimmung trüben könnte, mal wieder von Marzahn nach Zehlendorf zu fahren, um fürs Fest Plätzchen zu backen.  

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