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kobinet-nachrichten 26.11.2005 - 05:23
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Rentenkürzungen bis zum Sankt Nimmerleinstag?

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Berlin (kobinet) Der Präsident des Sozialverbandes VdK Deutschland, Walter Hirrlinger, forderte die Koalition auf, weitere Einschnitte bei den Renten strikt zu unterlassen, da die Rentner bereits durch zahlreiche Maßnahmen über Gebühr belastet werden. Der Nachholfaktor koppele die Rentnerinnen und Rentner von der Konjunkturentwicklung ab. So werde die gesetzliche Rente immer mehr zur Grundsicherung. Den Rentnern drohten Rentenkürzungen bis zum Sankt Nimmerleinstag, erklärte Hirrlinger. "Rentner sind nicht die Sparschweine der Nation. Das Ende der Fahnenstange ist längst erreicht", erklärte Hirrlinger. Der so genannte "Nachholfaktor" soll ab 2011 eingeführt werden. Das bedeutet für Rentner weitere Nullrunden. Die Rente wird auf dem Stand von 2003 "eingefroren". Reale Rentenkürzungen sind zwar nicht geplant, die fehlende Anpassung an die Inflation, die pro Jahr etwa zwei Prozent beträgt, führt jedoch zu einer massiven Abnahme der Kaufkraft und somit zu einer "indirekten" Kürzung. Die Renten sind in den vergangenen zwei Jahre bereits um 1,3 Prozent gekürzt, und zwar ab April 2004 durch die Verdoppelung des Pflegeversicherungsbeitrages um 0,85 Prozent und ab Juli 2005 aufgrund des Sonderbeitrag zur Krankenversicherung von 0,9 Prozent, der zu einer Mehrbelastung von 0,45 Prozent für die Rentner geführt hat. "Zusätzlich müssen kinderlose Rentner, die nach 1940 geboren wurden, seit Januar 2005 einen um 0,25 Prozentpunkte höheren Beitrag zur Pflegeversicherung leisten. Hinzu kommen zusätzliche Mehrbelastungen durch das Gesundheitsmodernisierungsgesetz von 2004 wie der volle Krankenversicherungsbeitrag auf Betriebsrenten und andere Versorgungsbezüge, die Streichung von nichtverschreibungspflichtigen Arzneimitteln aus dem Leistungskatalog und weitere Zuzahlungen wie die Praxisgebühr. Insbesondere Rentner mit Zusatzeinkünften werden durch die Erhöhung des Besteuerungsanteils von 27 auf 50 Prozent erstmals seit 2005 zusätzlich Steuern zahlen müssen. Da dieser Freibetrag nicht dynamisiert ist, wachsen immer mehr Bestandsrentner in die Besteuerung hinein", erklärte Walter Hirrlinger. omp 

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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

A. Heiermann schrieb am 26.11.2005, 22:18

A.Heiermann

Hallo Liebe Leser/innen,
das wäre ja schon was für die neue Behindertenbeauftragte Frau Evers-Meyer, hier könnte sie sich schon profilieren und versuchen mit den Rentner gemeinsam gegen die geplante Kürzung an zu gehen.

Gruß
A.Heiermann

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