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30.11.2005 - 08:56

Schlag auf Schlag zur Barrierefreiheit.

Kassel (kobinet) In Kassel wird derzeit kräftig gebuddelt. Innerhalb kürzester Zeit wird dort die vierte Straßenbahnhaltestelle barrierefrei umgebaut. "Wir haben in Kassel derzeit einen richtigen Run. Innerhalb kürzester Zeit werden derzeit langjährige Forderungen der Kasseler Behindertenbewegung im Verkehrsbereich umgesetzt. Nach fast fünf Jahren Wirken im Kasseler Stadtparlament kann ich gar nicht beschreiben, welche Freude und Genugtuung das für mich ist", so beschreibt der Kasseler Stadtverordnete und Behindertenrechtler Ottmar Miles-Paul die derzeitigen Entwicklungen in Kassel. Angefangen hatte es mit der Einweihung des neuen Scheidemannplatzes, wo nicht nur eine neue barrierefreie Straßenbahnhaltestelle gebaut wurde, sondern endlich auch oberirdische Übergänge, die den Platz auch für Gehbehinderte nutzbar machen. Dann folgte der Umbau der Straßenbahnhaltestellen am Kasseler Rathaus und am Friedrichsplatz, die lange Zeit für unmöglich erklärte wurden. In diesem Zuge wurde auch der für gehbehinderte Menschen nur schwer oder gar nicht nutzbare Fußgängertunnel am Rathaus zugeschüttet. Am Montag wurde dann der neue Bebelplatz eingeweiht, wo endlich auch eine barrierefreie Straßenbahnhaltestelle geschaffen wurde und nun wird an der Querallee eine neue Haltestelle errichtet, für die modellhaft die Fahrbahn erhöht wird, um einen ebenerdigen Einstieg zu schaffen. "Man könnte meinen, dass in Kassel endlich so richtig ein Knoten geplatzt ist. Dabei muss man jedoch wissen, dass das kein Geschenk war. Das langjährige Engagement des Behindertenbeirates und der Kasseler Behindertenbewegung, aber auch ganz eindeutig die Behindertengleichstellungsgesetze auf Bundes- und Landesebene haben ihren Teil dazu getan", erkärte Ottmar Miles-Paul. So gibt es dieses Jahr zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung, der offiziell am 3. Dezember begangen wird, in Kassel so richtig was zu feiern. elba 

 
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