Berlin (kobinet) Das Berliner Kleisthaus, wo die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Karin Evers-Meyer, in dieser Woche offiziell ihre Amtsgeschäfte aufnimmt, wird weiterhin ein offener Treffpunkt von Menschen mit und ohne Behinderung sein. "Das Kleisthaus soll das bleiben, was es auch bei Karl Hermann Haack war: ein Ort, an dem die kulturelle Begegnung im Sinne von ‚Kultur für Alle' gelebt wird und eine Ideenschmiede, in der Neues, Freches und manchmal Unmögliches gedacht werden kann und davon mehr verwirklicht wird, als manch einer für möglich gehalten hat", sagte die sozialdemokratische Bundestagsabgeordnete, die nach ihrer kaufmännischen Ausbildung acht Jahre an der Akademie der Künste in Berlin studiert hat. Im Januar plant Karin Evers-Meyer einen Neujahrsempfang - auch zum ersten Kennenlernen künftiger Mitstreiterinnen und Mitstreiter, um in der Folge dann intensiv mit den Verbänden ins Gespräch zu kommen. Auf der Veranstaltung des Deutschen Behindertenrates hatte sie sich für die umfassende Einbeziehung behinderter Menschen in alle Bereiche der Gesetzgebung und ihrer Umsetzung ausgesprochen. Sie sei sicher, dass behinderte Menschen sich als die Experten in eigener Sache mit ihren unschätzbaren Erfahrungen effektiv einbringen. Bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt appellierte die Behindertenbeauftragte zugleich an die Betroffenen, diese Möglichkeiten auch zu nutzen. "Der Paradigmenwechsel bringt nicht nur neue Möglichkeiten mit sich, sondern für die Verbände behinderter Menschen auch eine andere Rolle mit neuen Pflichten sich einzubringen, Konkurrenzen untereinander hintanzustellen und Kompetenzen zu bündeln, um das Bestmögliche zu erreichen", sagte sie. Die nächste kulturelle Veranstaltung im Kleisthaus bringt am 12. Dezember um 18 Uhr "poetische Texte zur Weihnachtszeit und weihnachtliche Musik" und wurde wieder in bewährter Zusammenarbeit mit dem Kleist-Museum in Frankfurt (Oder) vorbereitet. An diesem Abend gibt es darüber hinaus wie immer auch die Gelegenheit, über vergangene und zukünftige kulturelle Projekte im Kleisthaus ins Gespräch zu kommen. Kunst im Kleisthaus ist ein Angebot für Menschen mit und ohne Behinderung. Das Programm schafft die Möglichkeit, Kunst auszustellen und aufzuführen und ist eine Einladung, im Dienstsitz der Behindertenbeauftragten der Bundesregierung Kunst und Kultur zu erleben und zu genießen. sch