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07.12.2005 - 16:51

Hoffnung bei Frauenpflege und Elternassistenz.

Berlin (kobinet) Das Berliner Netzwerk behinderter Frauen hat heute Karin Evers-Meyer zu ihrem neuen Amt als Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen gratuliert. Vorstandsfrau Dr. Sigrid Arnade sprach von einem wichtigen Signal für die behinderten Frauen in Deutschland. "Wir hoffen, dass das Recht auf Frauenpflege sowie ein Rechtsanspruch auf Elternassistenz nun entschieden vorangetrieben werden," sagte Dr. Sigrid Arnade. Die Vorstandsfrau vom Netzwerk behinderter Frauen Berlin e.V. freut sich, dass dieses für behinderte Menschen wichtige Amt erstmals von einer Frau bekleidet wird: "Das ist in der traditionell männerdominierten Behindertenpolitik ein wichtiges Signal für die rund vier Millionen behinderten Frauen in der Bundesrepublik." Schon lange setzen sich insbesondere behinderte Frauen für einen Rechtsanspruch auf Pflegekräfte des eigenen Geschlechts ein, verkürzt auch "Recht auf Frauenpflege" genannt. Bislang ist es jedoch bei Absichtserklärungen der politisch Verantwortlichen geblieben, so dass die Betroffenen sich zum Teil auch im Intimbereich von männlichen Pflegekräften helfen lassen müssen. Das sei nicht länger hinnehmbar, so Arnade, da die Würde der Betroffenen verletzt werde und es immer wieder zu sexuellen Übergriffen komme. Auch für die Aufkärungskampagne "Recht auf Elternassistenz" (www.elternassistenz.de), die derzeit vom Netzwerk mit Kooperationspartnerinnen durchgeführt wird, hofft Arnade auf Unterstützung durch Karin Evers-Meyer. Behinderte Mütter und Väter würden mit ihren vielfältigen Belastungen immer noch alleine gelassen, während es für behinderte Erwerbstätige einen Rechtsanspruch auf Arbeitsassistenz gebe. sch  

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