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kobinet-nachrichten 16.12.2005 - 17:43
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http://www.kobinet-nachrichten.org

Unser Heim ist gut

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Coburg (kobinet) Kontrovers ging es in Coburg zu, als Claus Fussek die Missstände in stationären Einrichtungen anprangerte. Die Behindertenselbsthilfe Coburg hatte den Münchner Sozialarbeiter Fussek im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe "ambulant vor stationär eingeladen. Es ist die zweite Veranstaltung der Reihe. Im Rahmen der ersten Veranstaltung hatten Ottmar Miles-Paul und Elke Bartz vom Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen (ForseA) die Kampagne "Marsch aus den Institutionen" und die Möglichkeiten ambulanten Wohnens vorgestellt. In einem Telefonat mit den kobinet-nachrichten berichtete Ihsan Özdil, Vorsitzender der Behindertenselbsthilfe, nun von der Veranstaltung mit Fussek. "Es war ein bunt gemischtes Publikum von ehemaligen Heimbewohnern, Heimbetreibern, Heimaufsichten und Sachbearbeitern des Sozialamtes, das mit Claus Fussek diskutierte". Fussek habe deutlich benannt, welche Menschenrechtsverletzungen tagtäglich in deutschen Alten-, Behinderten- und Pflegeheimen stattfänden. Wie schon in vielen anderen Städten, die Fussek bereiste, hieß es laut Özdil auch in Coburg seitens einzelner Heimbetreiber, er solle doch nicht pauschalieren. Missstände seien doch bedauerliche Einzelfälle, und man würde doch gerne anders handeln … Daraufhin habe Fussek geantwortet, wer eine "gute Einrichtung" führe, solle das doch der Öffentlichkeit kundtun. Solche Einrichtungen müssten keine Kontrolle fürchten und könnten im Gegenteil mit positiven Kontrollergebnissen für sich werben und sich von "schlechten" Einrichtungen distanzieren und hervorheben. Dass Fussek, der sich schon seit rund 30 Jahren für bessere Lebensbedingungen alter und behinderter Menschen einsetzt, nicht übertreibt hätten ehemalige Heimbewohner aus dem Publikum bestätigt. Özdil engagiert sich mit großem Einsatz dafür, dass der gesetzlich manifestierte Vorrang "ambulant vor stationär" im Alltag durchsetzt wird. Er plant bereits für das kommende Jahr weitere Veranstaltungen. Damit sollen behinderte und alte Menschen über ihre Möglichkeiten und Rechte informiert und ermutigt werden, damit sie ein selbstbestimmtes Leben mitten in der Gemeinde führen können. hjr Die Neue Presse Coburg berichtet ausführlich über Fusseks Besuch in Coburg. Der Bericht ist auf den Internetseiten von ForseA nachzulesen.  

siehe auch Buchbeschreibung alt und abgeschoben 

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