Köln (kobinet) Menschen mit geistiger Behinderung im Rheinland leben seit kurzem nicht mehr in Großeinrichtungen, sondern dezentral in den einzelnen Gemeinden, berichtet heute der Kölner Stadtanzeiger. Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) hat nach eigenen Angaben für nahezu alle der mehr als 2000 Bewohnerinnen und Bewohner seiner bisher fünf Heilpädagogischen Heime (HPH) Wohnungen und Wohngruppen geschaffen. Diese werden nun in drei Netzwerken zusammengefasst. Die Landschaftsversammlung Rheinland hat diese Entwicklung jetzt gebilligt und der Betriebssatzung für die Netze zugestimmt. Es sind dies das Netz Niederrhein (778 Plätze in den Kreisen Wesel und Kleve sowie der Stadt Duisburg), das Netz Mittelrhein West (665 Plätze in den Kreisen Aachen, Düren, Rhein-Erft, Euskirchen, Heinsberg, Neuss und Viersen) und das Netz Mittelrhein Ost (567 Plätze im Kreis Mettmann, im Rheinisch-Bergischen Kreis und im Rhein-Sieg-Kreis sowie in den Städten Bonn, Düsseldorf, Leverkusen und Solingen). "Heute leben die Menschen mit geistiger Behinderung ganz normal in den Gemeinden", erläuterte der Direktor des LVR, Udo Molsberger, die Umstellung. "Sie werden nicht nur weiterhin gut betreut und unterstützt, sondern erwerben lebenspraktisches Wissen und können eigene Kontakte knüpfen." sch