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04.01.2006 - 10:23

Welt-Braille-Tag: Schrift mit den Händen lesen.

Potsdam/Bensheim (kobinet) Die Christoffel-Blindenmission (CBM) mahnt zum heutigen Welt-Braille-Tag, dass in Ländern der "Dritten Welt" die wenigsten blinden Kinder die Punktschrift kennen, da es viel zu wenig Schulplätze gibt. "Nur zehn Prozent aller blinden Kinder weltweit können zur Schule gehen und die Brailleschrift erlernen. Um den Milleniumszielen der Vereinten Nationen nach einer allgemeinen Schulbildung gerecht zu werden, muss hier noch viel getan werden", erklärte Martin Georgi, Direktor der Christoffel-Blindenmission. Der Welt-Braille-Tags wird seit 2001 jedes Jahr am Geburtstag des Erfinders der Punktschrift am 4. Januar begangen. Der Franzose Louis Braille, selbst im Kindesalter erblindet. war erst 15 Jahre alt, als er 1825 die Blindenschrift erfand, die bis zum heutigen Tag ohne große Veränderungen gilt. Die CBM fördert insgesamt über 100 Einrichtungen, in denen mehr als 17.000 blinden Kindern das Schreiben und Lesen in Braille beigebracht wird. Während im Computer-Zeitalter viele Blinde in Europa den PC nutzen, stehen in Entwicklungsländern nicht einmal genügend Blinden-Schreibmaschinen zur Verfügung. Dort wird meist die Punkte-Kombination, aus der sich jeder einzelne Buchstabe zusammensetzt, noch mit einem Griffel in das Papier gedrückt. Dabei müssen Blinde in Spiegelschrift und von rechts nach links schreiben, denn nur so können sie nach Umwenden des Papiers die Buchstaben in der richtigen Reihenfolge tastend lesen. sch  

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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Sylke Schmidt schrieb am 26.01.2006, 22:10

Wir fassen es nicht

Ich beziehe mich auf den Artikel von Herrn Röben. Der Frau Schmidt und dem Herrn Holzammer haben wirklich Recht! Die sogenannten !“Sehbehinderten wollten nur die Subventionen“ die nur Blinden zustehen! Sie konnten das durchsetzen. Nur weil der DBSV Mitglieder haben wollte. Blinde müssen darunter leiden. Das ist den schlecht sehenden aber nun wirklich scheißegal! Sie wollten nur Arbeitsplätze im Öffentlchen Dienst, weil diese gut bezahlt werden. Die Sehbehinderten können den blinden nicht das Wasser reichen, das wissen sie genau. Deshalb möchten sie sich auch von blinden abgrenzen. Deshalb geben sie auch gerne wertvolle Tips für Blindenhilfsmittlhersteller (indem sie Blinde vollaberrn): hier muß dies ...und hier muß das.... hähähä.....die blinden sind da außen vor....Aber die blinden möchten gerne das nachmachen, was wir vorgeben...Hähähä....Braille....wir doch nicht Grins. Lachlachlach.....

Volker Holzammer schrieb am 13.01.2006, 22:13

Das gibt es dich nicht

Auch ich bin betroffen. Was der herr Iglu hier meint, ist Unsinn. Ich gebe den Herrn Röben und der Frau Schmidt absolut recht!!!!!!!!!!

Bernd Iglu schrieb am 13.01.2006, 21:58

Ich glaub's einfach nicht

Der Einäugige haut dem Lahmen die Krücke weg und dieser im Gegenzug schlägt dem anderen das einzige Auge aus.
Leute, wisst ihr was ihr da denkt?

Gruß Bernd Iglu

Yvonne Schmidt schrieb am 13.01.2006, 21:41

Braille ist wichtig

Herr Röben hat Recht! Seit den letzten 25 - 30 Jahren haben schlecht sehende die blinden verdrängt. A-Soziale schlecht sehende haben in den letzten 20 Jahren die EDV für sich endtdeckt! Mit Gefälligkeitsattesten von Ärzten haben sie den Blinden ihre Jobs genommen. Diese schlecht sehenden sitzen auf "Blindenarbeitsplätzen" und feixen sich einen. Die können über Jahrzehnte noch schlecht oder eingeschränkt alles mitbekommen und ihre Hobbys sind lesen, wandern, und Fernsehen. Die Blinden sind aussen vor. Also: Wenn blindenarbeitsplätze da sind, dann nur mit Braillezeile! Gerissene "Sehbeinderte" können auch andere Arbeitsplätze ausfüllen, nicht aber die Blinden!

Norbert Röben schrieb am 09.01.2006, 22:15

Braille nicht nur in III. Welt fremd

Leider wurde und wird es in Deutschland, besonders in den Landesbildungszentren den noch "sehenden" Jugendlichen und den Umschülern nicht klar, dass Braille wichtig ist.. Eingeschränkt oder schlecht sehend werden sie über Jahre ausgebildet. Mit der Nase vor dem Bildschirm und der Maus in der Hand wurstelt man sich immer langsamer werdend durch die Bürowelt. Dann die Erblindung. Wenn dann die Sprachausgabe nicht mitspielt....Oh Jammer und Graus...dann geht man eben zwischen 30 - 50 Jahren in die Berufsunfähigkeitsrente...na und? Nach mir die Sintflut! Und schon wieder Blindenarbeitsplätze futsch, die nicht mehr durch Blinde vom Arbeitgeber ersetzt werden. Der DBSV muß in Verbindung mit den Kostenträgern darauf drängen, Arbeitsagentur, LVA, BfA, das die Berufsförderungswerke die Brailleschrift knallhart an Nummer 1 in Verbindung mit Büroausbildungen setzen. Sonst sehe ich wirklich "schwarz" für den Rest der blinden Jugendlichen, die ins Berufsleben möchten.

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