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19.01.2006 - 08:40

Niederlage für Sterbehilfe-Gegner in USA.

Washington D.C. (kobinet) In den USA haben die Gegner der legalen Sterbehilfe eine schwere Niederlage erlitten. Das Oberste Gerichtshof der USA in Washington billigte ein Gesetz des Westküsten-Staats Oregon, das die Sterbehilfe unter strikten Auflagen zulässt. Der US-amerikanische Justizminister Alberto Gonzales hatte einem Bericht des Online-Dienstes espace.ch zufolge vor dem Gericht beantragt, das Sterbehilfe-Gesetz des US-Bundesstaates Oregon zu kippen. Oregon ist bislang der einzige der 50 US-Staaten, in dem die Sterbehilfe legal ist. Andere Staaten hatten jedoch angekündigt, die Regelungen aus Oregon zu übernehmen, sollten sie vom Obersten Gerichtshof der USA abgesegnet werden. In dem mit sechs gegen drei Stimmen gefällten Urteil kam der Oberste Gerichtshof zu dem Schluss, dass die Bundesregierung den Ärzten in Oregon nicht verbieten dürfe, Medikamente zu verschreiben, die zum Tode führen. Das seit 1997 geltende Gesetz sieht dem espace.ch-Bericht zufolge vor, dass der Patient seinen Todeswunsch zwei Mal mündlich und einmal schriftlich vorgebracht haben muss. Ausserdem müssen mindestens zwei Ärzte zu dem Schluss gekommen sein, dass die Lebenserwartung des Patienten unter sechs Monaten liegt. Das Gesetz war von den Bürgern in dem Westküstenstaat in zwei Volksabstimmungen gebilligt worden. Die Regierung von Präsident George W. Bush bemüht sich seit fünf Jahren mit Unterstützung zahlreicher religiöser Gruppierungen darum, das Gesetz zu annullieren. omp 

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