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kobinet-nachrichten
27.01.2006 - 22:18
URL: http://www.kobinet-nachrichten.org

Stuttgart (kobinet) Dr. Monika Stolz ist zur neuen Sozialministerin in Baden-Württemberg ernannt worden. Vorgänger Andreas Renner trat wegen verbalem Angriff auf Bischof Fürst zurück. Schon mehrfach war Renner (CDU) ins "politische Fettnäpfchen" wegen seiner unüberlegten verbalen Äußerungen aufgefallen. Zudem zog er sich den Unmut seiner Fraktion zu, als er im vergangenen Jahr die Schirmherrschaft über den Christopher Street Day (CSD) übernahm und die Eröffnungsrede hielt. Renner soll sich bei einem Gespräch über den CSD mit Bischof Gebhard Fürst angelegt haben, in dem er diesem sagte: "Halten Sie sich da raus, fangen Sie doch erst einmal damit an, Kinder zu zeugen." Renners Nachfolgerin Monika Stolz ist Ärztin und Volkswirtschaftlerin. Zuletzt arbeitete die 55-jährige Ulmerin als Politische Staatssekretärin im Ministerium für Kultus, Jugend. elba Kommentar von kobinet-Redakteurin Elke Bartz Tanja Gönner amtierte gerade mal knapp zehn Monate als Sozialministerin bevor sie Umweltministerin wurde und Renner ihr nachfolgte. Auch dieser blieb nicht einmal ein Jahr im Amt, das er nun aus unrühmlichen Gründen aufgab. Für Menschen mit Behinderungen kann das durchaus eine Chance sein, denn bisher hatten die Sozialministerin bzw. die Sozialminister automatisch das Amt der/ des Behindertenbeauftragten inne. Vielleicht lehnt Dr. Monika Stolz diesen "Doppelposten" ab. Schließlich ist jeder Aufgabenbereich ein Vollzeitjob, wenn er ernst genommen wird. Und vielleicht ist sie diejenige, die erkennt wie wichtig es ist, dass die Person des Behindertenbeauftragten selbst mit einer Behinderung lebt. Es wäre im Sinne der Menschen mit Behinderungen in Baden-Württemberg, wenn es hier einen Paradigmenwechsel gäbe und die Aufgabe des/der Behindertenbeauftragten den richtigen Stellenwert bekäme.
Richard Hagenauer schrieb am 03.11.2009, 23:38
Sehr geehrte Frau Stolz,
wenn ich in den Stuttgarter Nachrichten eine größere Abhandlung über die Angst der Kinder lese, und die Hilflosigkeit aller Politiker sehe, sie mit eingeschlossen, dann kann mir auch Angst werden.
Typisch, dass nicht nach der Ursache gefragt wird, sondern das Symtom bekämpft wird. Dabei liegt die Ursache auf der Hand. Es fing in den
60er-Jahren an mit der freiheitlichen Erziehung der Kinder. Dummheit pur, kann man da nur sagen dass man meinte, die Kinder könnten sich selbst erziehen. Das schlug fehl, doch es wurde nicht bemerkt. Es wurden Egoisten herangezogen. Damit konnten viele später nicht umgehen. Die Mütter waren unterfordert. Die "Frau im Haus" ware nicht sie selbst, sondern die Knder. Der Behauptungskampf wurde immer agressiver, rücksichtsloser, brutaler. Nachgeben war nicht bekannt, man durfte doch seither machen was man will. Unsicherheit in großem Maße trat ein. Angst breitete sich aus.
Die Mütter suchten eine neue Herausforderung. Karriere machen, ja das war es. Weg von den frechen Sprösslingen, hin zu angesehenen Positionen. Da war kam eine Frau Layen sehr entgegen. 7 Kinder und Karriere, das war anscheinend machbar. Es mussten nur Wege gefunden werden. Der einfache Weg wurde gewählt: Die Kinder sollten andere erziehen. Ganztageskindergärten und Ganztagesschulen Da ist die Lösung!!!
Eine Lösung auf Kosten der Kinder. Alleingelassen in der Erziehung, fern von einem geregelten Familienleben, fern jedem engen Kontakt
mit Eltern und Geschwistern, fern der wichtigen "Nestwärme". Die Erzieher wurden Kindergärtnerinnen, Lehrerinnen, Lehrer, Oma und Opa,
oder auch Erzieher. Viele Erzieher "verderben den Brei"! Hin-und Hergerissen - jeder Erzieher sagt etwas anderes, baut sich eine große Unsicherheit auf. Angst kehrt ein und Auswegslosigkeit.
Frau Stolz, Sie und auch die anderen haben keine Ahnung. Frau Layen ist so etwas von blöd und meint mit viel Geld ist alles zu regeln. Sie macht nichts anderes, als täglich neue Forderungen zu stellen. Ihr ist nicht bewusst, warum immer weniger junge Menschen heiraten und
Kinder kriegen. Die Antwort habe ich schon gegeben. Wer als Kind und Jgendlicher kein Familienleben erlebt und verspürt, ein gemeinsames Zusammensein nicht kennt, der die Nestwärme nicht verspürte, wird keinen Wunsch hegen, eine Familie zu gründen!
Die Umkehr dorthin haben wir alle verspielt. Der Mensch wird immer Egoistischer. Er strahlt keine Wärme mehr aus. Er lebt in seiner Welt
und vergisst die Mitmenschen. Das führt zu menschenunwürdigen Verhaltensweisen. Der Mensch ist nicht mehr das wert, was er einmal war.
Mord und Totschlag nehmen überhand. Kein Mensch steht dem anderen mehr bei. Jeder bleibt sich selbst übelassen - eine menschlicheTragödie!!!
Jürgen Schmitt schrieb am 01.02.2006, 08:21
Ministerpräsident Günther H. Oettinger wird die designierte Ministerin für Arbeit und Soziales, Dr. Monika Stolz, am heutigen Mittwoch zur Kinderbeauftragten der Landesregierung ernennen.
So ist es auf der Seite des Sozialministeriums BW zu lesen.
Also einen Zusatzjob hat sie schon.
Stellt sich die Frage, wer macht den Job des Behindertenbeauftragten??
Und wann ist es soweit?
Wieder ein Minister, oder endlich jemand unabhängiges??
Johann Kreiter schrieb am 28.01.2006, 12:59
Es ist schon erschreckend wenn man sieht welche Macht die Kirche hat. Zeigt sie doch welch Gedankengut in den klerikalen verstaubten Denkpalästen der Kirche vorhanden ist. Der Bürger fordert doch schon lange, dass die "Rotkäppchen" der Kirche und nicht nur die, endlich mal das weltliche Denken lernen. Nach dem Aufstand gegen Herrn Renner, wird nun mal wieder bewiesen, welche Focusierung, bei den Vertretern Gottes vorhanden ist. Mit höchster Wahrscheinlichkeit, möchte ich behaupten, dass der Vater im Himmel, mit Grauen sieht, was diese, seine Vertreter hier mit seinen Schäfchen machen.
Eines ist sicher, solange das Amt des Sozialministers und Landesbehindertenbeauftragten, zu einer rotierenden Stelle wird, wird sich außer dem Ministernamen, für den Bürger von Baden -Württemberg nichts ändern und da ist der Bürger schon übergebührlich gefordert. Nicht weniger als 4 Amtsinhaber wurden in 2 Jahren den Baden Württenbergern präsentiert. In meinen Augen 3 zuviel. Es ist an der Zeit, auf diesem Posten mal wieder mit einer konstanten Person zu glänzen. Wir in Baden Württemberg würden unseren Beitrag zur Entlastung leisten, in dem wir einer behinderten Person, das parteiunabhängige Amt des Behindertenbeauftragen geben würden.
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