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17.02.2006 - 10:29

Heines Geburtshaus wurde Literaturzentrum.

Düsseldorf (kobinet) Heinrich Heines Geburtshaus in Düsseldorf wurde zum 150. Todestag des genialen Dichters und Journalisten Literaturzentrum. Nach der heutigen Eröffnung haben die Düsseldorfer Buchhändler Selinde Böhm und Rudolf Müller zu einem prominent besetzten dreitägigen Lesemarathon eingeladen. Am 13. Dezember 1797 wurde Harry Heine - den Vornamen Heinrich nahm er nach seiner christlichen Taufe 1825 an - in der Bolkerstraße 53 geboren. Seine Familie war nicht besonders reich - deshalb lebte sie in der heruntergekommenen Düsseldorfer Altstadt im Hinterhof. Auch zu diesen Zeiten spürte Heine schon den bestehenden Antisemitismus in Deutschland. Den Besuch des Lyzeums im Franziskanerkloster an der Citadellstraße / Ecke Schulstraße brach er ohne Abschluss ab und ging auf die Handelsschule. Bei den Stadtoberen Düsseldorfs war der Freigeist nie sehr beliebt. Schon zu Lebzeiten Heines wiesen sie eine Statue ab, die von der österreichischen Kaiserin "Sissi" gestiftet wurde. Auch in der neueren Zeit fiel es schwer, den großen Sohn der Stadt zu ehren. Erst nach langen Auseinandersetzungen konnte auf Druck der Studierenden die Düsseldorfer Universität seit 1988 seinen Namen tragen. Seit 1968 war darum gekämpft worden. Heute heißt auch die wichtigste U-Bahn-Station der Altstadt nach Heinrich Heine. Zum 150. Todestag hat Düsseldorf nun das Heine-Haus für rund 900.000 Euro aus Stadt- und Landesmitteln umgebaut und zum Literaturzentrum erweitert. Selinde Böhm und Rudolf Müller hatten dazu gemeinsam mit dem Heine-Institut, der Heine-Gesellschaft, dem städtischen Kulturamt und vielen Privatpersonen einen Verein zur Förderung des Heinrich-Heine-Geburtshauses gegründet. sch  

 
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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Peter Baaken schrieb am 17.02.2006, 16:04

Von Barrierefreiheit keine Spur!

Die Veranstaltungen im Literaturzentrum finden in Räumlichkeiten statt, die zwar mit Zuschüssen vom Land NRW und der Stadt Düsseldorf umgebaut worden sind. Nach meinen Informationen ist ein barrierefreier Umbau bei dem o.a. Objekt (Umbau im Bestand) leider nicht möglich gewesen. Eine Absenkung der Decke des Kellergeschosses für die Schaffung eines ebenerdigen Zugangs ist aus denkmalpflegerischen und statischen Belangen nicht möglich.

Schade!

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