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19.02.2006 - 10:25

Ein Lächeln vielleicht.

Ruppichteroth (kobinet) In ihrem Buch mit dem Titel "Ein Lächeln vielleicht" zeigen der schwerstbehinderte, 25-jährige Björn Stommel und seine Mutter Doris Stommel-Hesseler, dass Leben mit einer Behinderung nicht automatisch ein Leben im Leid bedeutet. Es soll mit heiter-besinnlichen Texten zum Schmunzeln und Nachdenken anregen. Der Autor Björn Stommel kam als Drilling zehn Wochen zu früh auf die Welt. Seine Geschwister starben bei der Geburt, er überlebte mit einer schweren Behinderung durch Sauerstoffmangel. Er sitzt im Rollstuhl und kann sich kaum bewegen. Doch er liebt das Leben. "Ich finde das ganze Leben lustig", erklärt er. "Und obwohl sein ganzes, manchmal mehr, manchmal weniger lustiges Leben nicht in ein einziges Buch passt, so hat er doch, gemeinsam mit mir ein paar Dinge aufgeschrieben. Das Buch ist keine Leidensgeschichte. Björn hat es erreicht, mit seiner Idee '1 Euro für die Lebenshilfe' den gewünschten Computer für Lernsoftware an den Förderbereich der Lebenshilfe-Werkstatt in Much zu spenden. Eine wichtige Erfahrung für ihn, dass er selbstn etwas erreichen konnte", berichtet Doris Stommel-Hesseler. Sie hat Gedichte und kleine Erzählungen in das Buch einfließen lassen, die Einblick in ihr Leben und in das Zusammenleben mit ihrem behinderten Sohn geben, sowie Texte von ganz alltäglichen Dingen. "Ein Lächeln vielleicht" ist zum Preis von 9.90 Euro (1 Euro pro verkauftem Buch geht an die Lebenshilfe) unter der ISBN-Nr.3-00-013569-3 im Buchhandel oder direkt bei Doris und Björn Stommel, Mittelsaurenbach 3, 53809 Ruppichteroth, Fax und Anrufbeantworter 02295 903658,Tel. 02295 5364 erhältlich. Mitautorinnen und Autoren gesucht Doris Stommel Hesseler sucht Eltern, Geschwister und Pflegeeltern von behinderten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die sich mit Texten an ihrem neuen Buchprojekt beteiligen wollen. "Für mein nächstes Buchprojekt benötige ich Ihre Unterstützung, in Form von Texten, die Ihre Freude mit Ihrem behinderten Kind deutlich machen. Wie überzeugen wir unsere Mitmenschen davon, dass ein Leben mit Behinderung nicht zwangsläufig zur Leidensgeschichte wird? Was ermutigt die werdenden Eltern eines behinderten Kindes dieses anzunehmen und auszutragen?" ermuntert sie zum Mitschreiben. "Schauen Sie sich in den Medien um, dann werden Sie feststellen, dass ein ungeborenes Kind, bei Feststellung einer Behinderung, bis zum sechsten Schwangerschaftsmonat straflos abgetrieben wird, wenn die Eltern zustimmen. Oftmals werden diese geradezu genötigt, einen solchen Schritt vorzunehmen. Eine erschreckende Erkenntnis: 'Dieses nicht perfekte Ungeborene ist ein Abfallprodukt und das ganz legal!' Möchten Sie dieser Entwicklung gemeinsam mit anderen Eltern und Geschwistern entgegenwirken?" Sie freue sich sehr auf Zuschriften. "Wir werden hoffentlich viel bewegen, fangen wir gleich damit an. Mit unseren Texten möchte ich einen Umdenkungsprozess in Bewegung setzen: 'Weg vom Leid - hinein in Freude!' Freude an unserem besonderen Kind! Haben Sie sich, trotz erkennbarer Behinderung während der Schwangerschaft, für Ihr Kind entschieden? Solche Texte machen Mut!" Texte mit einem maximalen Umfang von fünf DIN A4 Seiten sowie einem Foto in guter Druckqualität können an den Doris-Verlag, Mittelsaurenbach 3, 53809 Ruppichteroth, auf Datenträger oder per E-Mail DoSto-He@t-online.de gesendet werden (bitte Art der Behinderung und das Geburtsdatum angeben. elba Auszug aus dem Buch "Ein Lächeln vielleicht" Ein Lächeln vielleicht Meine Beine können nicht laufen, sie liegen ganz still. Meine Hände nicht greifen, auch nicht wenn ich will. Meinen Kopf kann ich nicht halten, die Stütze hält ihn für mich. Doch meine Augen können sehen, sie sehen auch dich. Ich frage mich, was du im Augenblick denkst, ob du weg schaust, oder ein Lächeln mir schenkst. Bleibst du jetzt stumm, oder sprichst du mit mir? Ich unterhalte mich gerne, auch mit dir. Wenn ich dann spüre, dass du mich magst und nicht nach meiner Behinderung fragst, bekommt auch mein Leben einen Sinn, es fällt mir leichter, dass behindert ich bin. Björn Stommel  

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