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kobinet-nachrichten
20.02.2006 - 13:43
URL: http://www.kobinet-nachrichten.org

Kassel (kobinet) Anlässlich der Unterzeichnung der Zielvereinbarung für die Beschäftigung behinderter Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt fordert Stefan Göthling von Mensch Zuerst, dass derartige Vereinbarungen auch in anderen Bundesländern und mit der Bundesebene geschlossen werden müssen. (siehe kobinet-nachrichten vom 20.02.2006) "Uns behinderten Menschen muss endlich das Handwerkszeug gegeben werden, um auch außerhalb von Werkstätten für behinderte Menschen arbeiten zu können. Das System der Werkstätten ist für uns oft wie eine abschüssige Einbahnstraße mit Glatteis: man kommt leicht rein, aber nur schwer wieder raus", erklärte Stefan Göthling. Daher begrüßt der Geschäftsführer von Mensch Zuerst, dem Netzwerk People First Deutschland die heute in Mainz unterzeichnete Zielvereinbarung zur Beschäftigung behinderter Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, die endlich auch verstärkt die Betreiber von Werkstätten für behinderte Menschen in die Pflicht nimmt, Integration zu fördern. "Nun ist es an der Zeit, dass auch andere Bundesländer diesem Beispiel folgen, auch die Bundesebene muss endlich auf breiter Basis mit ins Boot. Wir behinderte Menschen, die einen höheren Unterstützungsbedarf haben, sind unbedingt darauf angewiesen, dass wir ein Budget für Arbeit bekommen. Dann können wir den Rucksack mit unserer Unterstützung packen und für uns und mit der richtigen Unterstützung die besten Lösungen zu suchen, als immer wieder nur in Schubladen gesteckt zu werden," sagte Stefan Göthling. omp
Gustav Zechmeister schrieb am 20.02.2006, 15:14
Lieber Stefan,
nach jahrzehntelanger Arbeit ist es schön die ersten Früchte zu ernten. Aber es wird sich wieder einmal zeigen, dass in einigen Bundesländern viel möglich ist und der Bund und andere Bundesländer sehen keine Veranlassung dazu einem guten Beispiel zu folgen. Wir müssten in allen Gremien so viel Druck ausüben, dass für die zuständigen Personen kein Ausweg übrig bleibt. Oft setzt zu viel Druck eher eine Blockade frei. Also bewahren wir uns die Wünsche und sehen zu welche in die Tat umgesetzt werden können.
Viele Grüße
Gustav
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