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21.02.2006 - 09:05

Zehn Jahre Karin Kestners 777 Gebärden.

Von kobinet-Korrespondent Franz Schmahl Berlin (kobinet) Vom Gebärdensprachkurs zum Fachverlag - Karin Kestner im hessischen Guxhagen hat eine bemerkenswerte berufliche Karriere geschafft. 1992 besuchte sie in Kassel ihren ersten Gebärdensprachkurs. 1996 entwickelte sie zusammen mit ihrem Bruder das erste deutsche Lernprogramm für Gebärdensprache am Computer. Die im Eigenverlag veröffentlichte CD-ROM "777 Gebärden", inzwischen mehrmals aktualisiert und erweitert, wurden zur Geburtsstunde eines in der Behindertenszene anerkannten Fachverlages für Gebärdensprache und Themen rund um die Gehörlosigkeit. Aus den 777 Gebärden sind inzwischen 2700 Videoclips und 210 Sätze (inklusive Grammatikerklärungen) geworden. Wie immer fehlte es nicht an kritischen Stimmen, wenn neue Wege begangen werden. "Jeder warnte mich, in so etwas nicht so viel Geld zu investieren, das würde doch keiner kaufen! Empörte Leserbriefe wurden gegen mich verfasst", erinnert sich Karin Kestner. Gebärden könne man doch nicht am Computer lernen. Die Sprache der Gehörlosen sei nur in Kontakt mit ihnen zu lehren. Doch die Frau aus Guxhagen, überzeugt von den vielfältigen Möglichkeiten der elektronischen Medien, machte weiter. 1999 kam mit "Tommys Gebärdenwelt" - geeignet für gehörlose Kinder ab drei Jahren - wohl der Durchbruch für den Verlag Karin Kestner und ihre bis dahin einzige Autorin. Heute hat der Verlag sein Programm wesentlich erweitert und bemüht sich um interessante Autoren. "Das kleine Wörterbuch der Babyzeichen" von Vivian König nimmt den Trend aus Amerika auf, mit hörenden Babys mittels Gebärden zu kommunizieren, bevor sie sprechen lernen. 

 
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Foto zeigt Karin Kestner (3.v.l.) beim ersten Kurs in Kassel

Dankbar ist Karin Kestner der Gebärdensprachlehrerin Dagmar Ruppert, die in dem Kurs 1992 in Kassel ihr Talent für die Kommunikation mit gehörlosen Menschen entdeckte und förderte. Als Gebärdensprachdolmetscherin beschäftigte sie sich dann bald selbst mit der Frage, anderen Hörenden ein "lebendiges" Lernen der Gebärdensprache am PC zu ermöglichen. Aus dem daraus entstandenen Verlagsprogramm haben die "Sachgeschichten mit Gebärdensprache" in meinem Bekanntenkreis jüngst für Furore gesorgt. Sechs Geschichten aus der "Sendung mit der Maus", die fürs Fernsehen der Westdeutsche Rundfunk produziert, wurden in der Regie von Kestner in Gebärdensprache aufbereitet.

Ihre Vision, Kindern durch Gebärdensprache Wissen zu vermitteln, wird mit zunehmendem Erfolg umgesetzt: "Damit gehörlose Kinder lernen können, brauchen sie Gebärdensprache, damit hörende, sprachbehinderte Kinder kommunizieren können, brauchen sie Gebärdensprache." Der Verlag Karin Kestner feiert zusammen mit seinen Kunden das Jubiläum noch bis zum 15. April und offeriert einen Jubiläumsrabatt von 20 Prozent.

Mehr darüber auf www.kestner.de
 

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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

David Stehr schrieb am 29.04.2009, 15:27

David Stehr

Bitte kostenlos Broschüren für Gebärdensspachen und Cd Katolgbuch ?
von DAvid Stehr

Petra Groß schrieb am 21.02.2006, 11:21

Alles Gute zur 10 Jahre

Hallo Karin,

Ich petra Groß wünsche dir alles liebe und Gute mach weiter so.

Vieleich kannst du ja auch was für Mensch mit Lernschwierigkeiten an bitten weil ich würde es gerne auch Lernen die Geärenspache weil es wichtig ist für mich mit allen zusprechen

Gruß

Petra Groß
Mitarbeiterin von Mensch zuerst- Netzwerk People First

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