
Berlin (kobinet) Das Theater Thikwà lädt am kommenden Donnerstag zum Abschluss seines Kunstprojekts StadtSpuren/ORTungen zum Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen ein. Eine Performance in Berlin wurde zur Provokation. Am 11. Dezember im Luisencaree am Robert-Koch-Platz sollen nun noch einmal die Performances, die Kunstwerke, eine Videoinstallation und der Dokumentarfilm über die Aufführungen an verschiedenen Plätzen Berlins gezeigt werden. Danach wird gefeiert. Die verschiedenen Performances und die Kunstobjekte wurden von Kulturschaffenden mit und ohne Behinderungen gemeinsam entwickelt und produziert. Alle Performances und Kunstwerke spielten mit dem Schuh als Symbol von Beherrschung, aber auch Einschränkung des eigenen Weges. In ganz unterschiedlichen Berliner Szenen und ihren Treffpunkten waren die Schauspieler und Tänzer mit und ohne Behinderungen präsent. Im November durchquerte Thikwà die Nobel-Einkaufs-Passage «Quartier 206» in der Friedrichstraße. Diese Performance wurde zur Provokation für einige Besucher, die sich offensichtlich beim Einkaufsbummel durch behinderte Menschen «gestört» fühlten. Dabei hatten die Theaterleute mit ihrem Rollstuhlschuh am 11. 11. nur eine «spaßhafte Störung zum Karneval» vor. Mit zahlreichen Produktionen hat sich Thikwà nicht nur in der Berliner Theaterszene einen festen Platz erarbeitet. Die Ensemblemitglieder werden in der Theater-Werkstatt Thikwà in darstellenden und bildenden Künsten ausgebildet und gefördert: Schauspieltraining (sozial-interaktive Förderung), Handwerk/Grafik (senso-motorische Förderung), Malerei/Plastik (psychisch-rehabilitative Förderung). sch Thikwà lädt am Donnerstag, den 11. Dezember, 19 Uhr in das Luisencaree am Robert-Koch-Platz 4, Berlin-Mitte, ein. Der Eintritt ist frei.