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09.04.2006 - 10:45

Reisetipp: Ronneby.

Von kobinet-Korrespondent Hartmut Smikac Wolfen (kobinet) Der Besucher der südschwedischen Stadt Ronneby lernt einen Ort kennen, dessen Bewohner im Mittelalter im Grenzgebiet zwischen Schweden und Dänemark ein erfolgreiches Leben führten. Die seit dem 14. Jahrhundert aufstrebende Entwicklung wurde im 17. Jahrhundert durch die Gründung der Nachbarstädte Karlshamn und Karlskrona jäh abgebremst. Ronneby verlor sogar sein Stadtrecht. Erst mit der Industrialisierung wendete sich das Blatt für die kleine Stadt am Ronneby-Fluß: Der Hafen entstand, der Brunnenpark erhielt sein imponierendes Brunnenhotel und so entwickelte sich die Stadt um die Jahrhundertwende zu einem der meistbesuchten Kurorte Schwedens. Das Stadtzentrum mit der Altstadt von Ronneby liegt an einem lang gezogenen Hang, der von der aus dem 12. Jahrhundert stammenden Heilig-Kreuz-Kirche überragt wird. Die Steigungs- und Gefällestrecken bilden nur in den weiter von dem Ronneby-Fluß entfernten Abschnitten ein Problem. Um den Markt herum sind die Wege auch mit einem Schieberollstuhl leicht zu befahren. Die größeren Geschäfte sind in der Regel auch für Kunden im Rollstuhl zugänglich. In kleinere Läden gelangt man nur über ein oder zwei Treppenstufen. Das trifft ebenso auf die Gaststätten zu. Eine Toilette für Besucher mit Rollstuhl gibt es am Parkplatz zwischen Strand- und Rosenstraße. Ronneby Brunn ist eine idyllische Oase mit Villen, Gärten und Teichen. Sich zum südlichen Stadtrand hin ausdehnend, ist er Schwedens am besten erhaltener Kurpark aus dem 18. Jahrhundert. Der Brunnenpark Ronneby ist zwischen der Straße und einer Hügelkette im Hintergrund völlig eben. Die Wege sind hier gut mit dem Rollstuhl zu befahren. Am Parkplatz in der Nähe der Brunnenhalle gibt es für Besucher im Rollstuhl eine Toilette. Die von hier ausgeschilderten Duftgarten und Japanischer Garten sind nur über eine Strecke mit erheblicher Steigung zu erreichen. Dabei ist der Japanische Garten mit einem Rollstuhl überhaupt nicht zugänglich. Interessenten für den Duftgarten sollten (mit Elektrorollstuhl oder Schiebehilfe) den Weg vom Parkplatz aus zum Duftgarten nehmen und diesen auch wieder zurückkommen. Der vom Duftgarten zur Direktionsvilla führende Weg ist deutlich länger und führt durch bergiges Terrain. Allein mit dem Auto wegen eines Besuch der Stadt Ronneby nach Südschweden zu reisen, das wäre, auch wenn sich ein Besuch im Brunnenpark unbedingt lohnt, für einen Urlauber aus Deutschland, wohl dennoch etwas übertrieben. Aber neben Ronneby sind ebenso die Nachbarstädte Kalrshamn und Karlskrona einen Besuch wert. Auch für einen Spaziergang auf dem rollstuhlgerechten Wanderweg auf der zwischen Ronneby und Karlskrona gelegegenen Halbinsel Almö sollte man sich Zeit nehmen. An der Küste wären außerdem der bei Karlshamn gelegenen Wildtierpark Erigsberg und das Lachs-Haus in Mörrum zu nennen. Und wer für seinen Besuch eine Woche einplant, findet sicherlich noch Zeit den Blumengarten Eringsboda und den Elchpark Grönasen zu besuchen. Auskünfte zur Stadt Ronneby sind zu erhalte bei Ronneby Turistbyrå, Västra Torggatan 1, SE-372 30 Ronneby, Tel. 0046 457 180 90, Fax 0046 457 174 44 sowie per E-Mail turist@ronneby.se  

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