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27.02.2006 - 00:13

Langeder gewinnt EU-Journalistenpreis in Österreich.

Wien (kobinet) Der Journalistenpreis "Für Vielfalt. Gegen Diskriminierung" der Europäischen Kommission geht in Österreich an den freien Journalisten Martin Langeder. Seine Reportage "Constanze on air" beschreibt die Arbeit der blinden Radiomoderatorin Constanze Hill in einem Medienunternehmen.

"Gerade für Journalisten bietet sich die Chance und die Verpflichtung mit Geschichten abseits des Klischees vom 'armen Behinderten' aufzuzeigen, dass eine Gesellschaft ohne Diskriminierung möglich ist", sagt Langeder. Der 23 Jahre alte Wiener, der für verschiedene Medien, wie etwa das Monatsmagazin DATUM tätig ist, veröffentlichte seinen Gewinnerbeitrag im österreichischen Frauenmagazin "Welt der Frau".

Für die österreichischen Jury-Mitglieder war neben dem gelungenen Spannungsaufbau und dem guten sprachlichen Fluss gerade der motivierende Zugang zur Thematik Ausschlag gebend. "Der Text zeigt, wie auch mit positiven Nachrichten spannende Inhalte in den Medien so dargestellt werden können, dass das Interesse der Leser geweckt wird", begründet Hannes Schopf vom Verband Österreichischer Zeitungen die Jury-Entscheidung. "Beim Lesen des Textes kann man Vielfalt als positive Stimmung wahrnehmen, die eine Bereicherung im Beschäftigungsverhältnis darstellt", meint Zohreh Ali-Pahlavani von der Arbeitskammer Wien die Entscheidung für den Artikel.

Die europäische Endausscheidung des EU-Journalistenpreises findet Mitte März in Brüssel statt. Martin Langeders Reportage wird als österreichischer Textbeitrag daran teilnehmen. Die unabhängige europäische Jury wird aus allen nationalen Gewinnerbeiträgen aller 25 EU-Länder den Siegertext und das Siegerfoto des EU-JournalistInnenpreis 2005 wählen.

In der europäischen Jury am 18. März in Brüssel werden Joachim Fritz Vannahme (Die Zeit), Anne-Sophie Parent (European Platform of Social NGOs), Shada Islam (freie EU-Außenpolitik-Journalistin), Jan Grarup (Fotograf, Gewinner World Press Photo Award 2005), Claude Moraes (MEP) und Giuseppe Zafutto (Europäisches Journalisten Zentrum) vertreten sein. cl
 

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