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07.03.2006 - 00:24

Benachteiligung bei Frauenberatungsstellen beseitigen.

Kassel (kobinet) Im Vorfeld des Internationalen Frauentages am 8. März fordert die Politische Interessenvertretung behinderter Frauen im Weibernetz e.V. die Kommunen und Landesregierungen auf, wichtige Frauenprojekte zu erhalten und die Barrierefreiheit von öffentlich bezuschussten Frauenprojekten zu fördern. Derzeit sind behinderte Frauen beim Aufsuchen von Frauenberatungsstellen und Frauenhäusern gegenüber Frauen ohne Beeinträchtigung noch erheblich benachteiligt. "Behinderte Frauen setzen sich seit mehr als 20 Jahren dafür ein, in erster Linie als Frau und nicht als 'geschlechtslose Behinderte' gesehen zu werden. Für Frauen mit Behinderung ist es genauso wichtig wie für andere Frauen, bei Bedarf spezielle Frauenberatungsstellen aufzusuchen oder bei Gewalterfahrungen Schutz im Frauenhaus zu finden. Doch sind die meisten Frauenprojekte in Deutschland nicht barrierefrei zugänglich. Das muss sich ändern", fordert Jutta Harbusch vom Vorstand des Weibernetz e.V. In Deutschland gibt es nach Informationen des Weibernetz ca. 380 Frauenhäuser. Davon seien lediglich 10 Prozent für behinderte Frauen, die einen Rollstuhl nutzen oder andere Beeinträchtigungen haben, zugänglich. Bei den Frauennotrufen gegen Gewalt sehe es ähnlich aus. Von 113 Beratungsstellen seien 18 teilweise barrierefrei zugänglich. "In den nächsten Wochen und Monaten sind in drei Bundesländern Landtagswahlen, in diversen Städten Kommunalwahlen. Viele Kommunen und Landesregierungen haben Frauenprojekten die Gelder stark gekürzt oder gestrichen. Fragen des barrierefreien Zugangs für behinderte Frauen sind völlig hinten angestellt, da eine Vielzahl von Frauenprojekten derzeit schlicht ums Überleben kämpft. Die Länder und Kommunen müssen sich der Benachteiligung von behinderten Frauen stellen und Abhilfe schaffen", fordert Jutta Harbusch. omp 

 
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