
Berlin (kobinet) Zum Internationalen Frauentag hat Brigitte Setzer-Pathe, Sprecherin der Frauen im Sozialverband Deutschland, heute kritisiert, dass die Rente mit 67 besonders Frauen benachteiligt. "Das Bundeskabinett wird am 8. März die schrittweise Erhöhung des Rentenalters auf 67 Jahre beschließen. Damit beschließt das Bundeskabinett am Internationalen Frauentag ein Vorhaben, das Frauen benachteiligt", erklärte Setzer-Pathe. Die Möglichkeit, nach 45 Beitragsjahren wie bisher mit 65 Jahren in Rente zu gehen, würden die allerwenigsten Frauen in Anspruch nehmen können. Nur sieben Prozent der Frauen erfüllten diese Voraussetzung. Die Regelung gehe an der Lebensrealität von Frauen vorbei. "Der Schlüssel zu einer ausreichenden eigenständigen Rente ist die Berufstätigkeit der Frau. Benachteiligungen von Frauen im Erwerbsleben wie zum Beispiel Lohndiskriminierung müssen konsequent abgebaut werden. Frauen dürfen nicht in Minijobs und Teilzeitarbeit abgedrängt werden. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie muss für Väter und Mütter verbessert werden", betonte Setzer-Pathe. Bundesregierung und die Länder werden vom Sozialverband aufgefordert, die Rahmenbedingungen für die Erwerbstätigkeit von Frauen zu verbessern, insbesondere durch den flächendeckenden Ausbau der Kinderbetreuung. sch