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13.03.2006 - 19:14

Wimpernschlag-Entscheidung in Sestriere.

Tageszusammenfassung von den Paralympics in Turin

Sestriere (kobinet) "Lucky" Lackner aus Klagenfurt ist der große Sieger am dritten Wettkampftag der Winter-Paralympics von Turin. Nur hundertstel Sekunden trennten die Erstplatzierten heute im Super-Ski der Herren, während bei den Damen in dieser Disziplin die vierte französische Goldmedaille fast unangefochten erkämpft wurde. Nach der Wimpernschlag-Entscheidung im bis auf den letzten Platz gefüllten Skistadion von Sestriere Borgata (Walter Lackner gewann …) brennen der sieggewohnte Bayer Schönfelder und sein Rivale Lackner aus Kärten wie noch auf Medaillen hoffende Schweizer und Deutsche darauf, beim Riesenslalom am Donnerstag erneut ihre Kräfte zu messen. Ob in der alpinen Damen-Konkurrenz der Siegeslauf der jungen Französin Solene Jambaque zu stoppen ist, die heute die vierte Goldmedaille für ihr in der Nationenwertung derzeit führendes Land erkämpft hat, erscheint fraglich. Italiens Skisportlegende Alberto Tomba, der heute unter den Zuschauern in Sestriere dabei war und auch bei der Geburtstagsfeier von Martin Braxenthaler im International German Club auftauchte, wird als fachkundiges Publikum wieder erwartet. Im deutschen Club war auch Bundespräsident Horst Köhler zu Gast, der die Eröffnungsfeier und die ersten Wettkämpfe hier erlebt hat. "...da können wir alle etwas lernen, auch die ohne Behinderung", sagte Köhler. Der 63-Jährige hat selbst eine behinderte Tochter und unterhielt sich ausführlich mit den beiden blinden Medaillengewinnern Verena Bentele und Wilhelm Brem. Er erfuhr, "dass behinderte Sportler eine Initiative für Nichtbehinderte machen". Sie gehen in Schulen und erzählen, wie sie zu der Behinderung kamen und wie sie sie überwunden haben. "Sie vermitteln damit, wie man auch durch schwierige Phasen geht und sich trotzdem nicht hängen lässt", so der Bundespräsident.  

 
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Foto zeigt Angriff der schwedischen Mannschaft
Verteidigung stark © Ulrike Adomat

Spielfrei hatte heute die auf Erfolgskurs gestartete deutsche Eishockey-Mannschaft, die erstmals bei den Paralympics dabei ist. Sledge-Eishockey ist in Turin zum Publikumsmagneten geworden. Das deutsche Team, siegreich über Titelverteidiger USA (2:1) und Schweden (4:0), braucht gerade noch einen Punkt morgen gegen Japan, um ins Halbfinale einzuziehen.

Mit den Spielern aus Norwegen und Kanada werden die im Angriff und in der Verteidigung starken deutschen Paralympics-Neulinge schon als Medaillenanwärter gehandelt. Doch darüber wird nach den Gruppenspielen die Endrunde befinden. sch
 

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