
Berlin (kobint) Frei nach Jean Genets "Die Neger" hat Werner Gerber die neueste Produktion des Berliner Theaters Thikwa gestaltet. "Regen - Ein Theaterverbrechen" hat am Donnerstag in der noch provisorischen Spielstätte in Kreuzberg Premiere. Die Tote ist weiß und der Mörder schwarz. Damit ist nichts klar. "Denn hier wird die dunkle Seite des Seins beleuchtet, die Lust am Bösen, Hass und Gewalt. Und das in einer Revue voller Musik, zartbitterer Selbstironie und schwarzem Humor", so heißt es in der Ankündigung des neuen Stücks. Regisseur Werner Gerber begeisterte letztes Jahr mit einem gemischten Ensemble aus Thikwa und dem Theater zum westlichen Stadthirschen und füllte sechs Wochen lang das Haus. Mit viel Witz zeigte er in "Maison de Santé", wie papieren die Grenzen zwischen angeblicher Normalität und amtlich bescheinigter geistiger Behinderung sind. Diesmal ließ er sich von Jean Genet inspirieren. Wieder spielen Ausgegrenzte über ihre Grenzen hinaus. sch Premiere am 23. März um 20 Uhr F40 (im Provisorium), Fidicinstraße 40, Berlin-Kreuzberg www.thikwa.de