
Von Guntram Hoffmann Magdeburg (kobinet) Am 23. März übergibt der Sozialminister von Sachsen-Anhalt, Gerry Kley, den ersten Bescheid in Sachsen-Anhalt für ein Persönliches Budget an Robert Schneider aus Kabelsketal im Saalkreis. "Wir hoffen, dass künftig viele behinderte Menschen diese Möglichkeit nutzen und als Chance begreifen, ihr Leben ein Stück weit selbst in die Hand zu nehmen. Das Projekt zielt darauf ab, den Betroffenen ein selbstbestimmtes und aktives Leben zu ermöglichen sowie stationäre Betreuung möglichst zu vermeiden. Deshalb mein Appell an alle Betroffenen: Informieren Sie sich und prüfen Sie, ob dieses Angebot Ihnen eine bessere und optimalere Betreuung und Versorgung ermöglicht als andere", erklärte Sozialminister Kley im Vorfeld der Bescheidübergabe. Das Bundes-Modellprojekt "Trägerübergreifendes Persönliches Budget" will behinderten und von Behinderung bedrohten Menschen eine bessere Teilhabe am gesellschaftlichen Leben eröffnen, indem Selbstbestimmung und Eigenverantwortung massgeblich gestärkt werden. Der Empfänger erhält ein monatliches Budget, das sich am festgestellten Hilfebedarf orientiert. Damit können dann benötigte Dienstleistungen selbst organisiert und finanziert werden - vom Sachleistungsempfänger zum Kunden. Das Persönliche Budget kann u.a. für Hilfen beim Wohnen, für Häusliche Pflege, Haushaltshilfe, Rehabilitationssport, Fahrkosten, Arbeitsassistenz, Freizeitgestaltung oder Bildungsangebote verwendet werden. Am Modellprojekt können behinderte oder von Behinderung bedrohte Menschen in Sachsen-Anhalt teilnehmen. omp
Hans-Reiner Bönning schrieb am 21.03.2006, 09:42
Der letzte Absatz dieses Artikels beschreibt, was alles in einem Persönlichem Budget erfasst sein KÖNNTE. Aber wird es in Sachsen-Anhalt tatsächlich so gewährt? Wenn ja, wäre das zur Zeit einzigartig in Deutschland - bitte mehr Informationen darüber !!!