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kobinet-nachrichten 21.03.2006 - 17:03
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Mittagessen mit Münte & Co

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Mainz (kobinet) Großer Bahnhof herrschte heute in Mainz beim Wahlkampfbesuch des Bundesarbeitsministers Franz Müntefering in Rheinland-Pfalz. Beim Mittagessen in einem Integrationshotel mit Marita Boos Waidosch tauschten sich Müntefering, der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck und seine Sozialministerin Malu Dreyer mit der Rollstuhlnutzerin unter anderem über das Budget für Arbeit aus. Das weitgehend barrierefreie Gästehaus "INNdependence", in dem schon eine Reihe von Tagungen der Behindertenbewegung abgehalten wurden, diente dabei als Ort für das gemeinsame Mittagessen der SPD-SpitzenpolitikerInnen, zu dem auch die Behindertenbeauftragte der Stadt Mainz, Vorstandsmitglied des Mainzer Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen, Marita Boos-Waidosch, geladen war. Nachdem das Land Rheinland-Pfalz vor kurzem erst eine Zielvereinbarung für eine bessere Integration behinderter Menschen in den allgemeinen Arbeitsmarkt angeschoben hatte, zielte das Gespräch während des Mittagessen vor allem darauf, wie das Land Rheinland-Pfalz verstärkt auf Integrationsprojekte setzt. "Dabei spielte natürlich auch das von uns geforderte 'Budget für Arbeit' eine große Rolle. Denn es ist an der Zeit, dass behinderte Menschen selbst ihren Rucksack mit den entsprechenden Hilfen packen können und sich ihre Leistungen auch außerhalb der Werkstätten für behinderte Menschen einkaufen können, um eine größtmögliche Integration auf dem Arbeitsmarkt zu erreichen", so Marita Boos-Waidosch. Die 52-jährige Aktivistin der Behindertenbewegung freute sich darüber, dass die SpitzenpolitikerInnen in der heißen Phase des Landtagswahlkampfes dem Thema der Integration behinderter Menschen in den allgemeinen Arbeitsmarkt solch hohes Gewicht beimessen. Sie ist zuversichtlich, dass auch auf Bundesebene bald das "Budget für Arbeit" konkret wird. "Wir behinderte Menschen sind es einfach leid, dass wir immer auf Sondereinrichtungen verwiesen werden. Wenn man uns die Möglichkeit gibt, unsere Hilfen selbst zu wählen und das Geld entsprechend einzusetzen, lässt sich vieles machen, von dem wir heute noch träumen", erklärte Marita Boos-Waidosch gegenüber den kobinet-nachrichten. Wichtig sei nach ihrer Ansicht aber auch, dass die Infrastruktur so barrierefrei wie möglich gestaltet wird, so dass behinderte Menschen gleichberechtigt am Leben der Gemeinde teilnehmen können. Hier habe sich in den letzten Jahren in Mainz enorm viel verändert. Vor allem müssten aber mehr ambulante Unterstützungsstrukturen geschaffen werden, so dass behinderte Menschen erst gar nicht auf Sondereinrichtungen auf der grünen Wiese verwiesen werden. omp 

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