
Berlin (kobinet) Eine Podiumsdiskussion im Berliner Kleisthaus soll am 5. Mai die Chancen für ein umfassendes zivilrechtliches Antidiskriminierungsgesetz erörtern. Veranstaltungen am Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen werden in diesem Jahr in das Gesellschafter-Projekt der Aktion Mensch einbezogen. Ministerialrat Dr. Wolfgang Rühl vom Bundesministerium der Justiz, Eva Ullrich vom Büro der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung und die Berliner Rechtsanwältin Dr. Bettina Theben sind zu der von der Publizistin Dr. Sigrid Arnade moderierten Diskussionsveranstaltung der Berliner Behindertenvereine und -initiativen eingeladen. Hatte in den vergangenen Jahren die Aktion Grundgesetz zahlreiche Veranstaltungen zum 5. Mai gefördert, so tritt dieser Name jetzt in den Hintergrund. Der Protesttag für Gleichstellung wird in das neue Gesellschafter-Projekt der Aktion Mensch einbezogen. Auch dieses Jahr können wieder Aktionsmittel bestellt und finanzielle Zuschüsse für Veranstaltungen beantragt werden. Im Jahr der Fußball-Weltmeisterschaft ist ein Tipp-Kick-Spielpaket unter dem Motto "Soziale Teilhabe - Wir bleiben am Ball!" dabei. Der Frankfurter Club Behinderter und ihrer Freunde (CeBeeF) widmet sich an diesem Tag dem Thema "Gemeinsamer Unterricht". In Kooperation mit einem Kino wird der Film "Klassenleben" über integrativen Unterricht in einer Berliner Schule gezeigt. Nach der Vorführung moderiert Ulrike Holler vom Hessischen Rundfunk eine Podiumsdiskussion zu diesem Thema. Dabei geht es um brisante Fragen, denn in Frankfurt am Main wie generell in Deutschland werden nach Meinung vieler Eltern die Möglichkeiten der Integration von behinderten Kindern und Jugendlichen im regulären Unterricht nicht ausgeschöpft. sch