
Berlin (kobinet) Der Sozialverband Deutschland hat heute die Große Koalition aufgefordert, sich auf eine Gesundheitsreform zu verständigen, die keine zusätzlichen Belastungen für die Krankenversicherten bringt und die solidarische Krankenversicherung auf eine solide Finanzierungsbasis stellt. "Es darf keine weiteren Belastungen der Patienten geben", betonte Verbandspräsident Adolf Bauer. Die Patienten seien durch die letzte Gesundheitsreform in Milliardenhöhe zur Kasse gebeten worden. "Auf die versprochene Entlastung durch sinkende Krankenkassenbeiträge warten sie bis heute vergeblich", so Bauer. Es dürfe keine weitere Aufweichung der paritätischen Finanzierung der Krankenversicherung geben. Der Verband lehnt ein Einfrieren des Arbeitgeberbeitrages entschieden ab. "Die Arbeitsbedingungen sind maßgeblich mitverantwortlich für den Gesundheitszustand der Beschäftigten. Aus dieser Mitverantwortung für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter dürfen die Arbeitgeber nicht entlassen werden." sch