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30.03.2006 - 13:52

Wirtschaftliche Vorteile der Gleichbehandlung zu wenig bekannt.

Siegburg (kobinet) Nach Ansicht von Dr. Klaus Michael Alenfelder sind die wirtschaftlichen Vorteile konsequenter Gleichbehandlung noch nicht hinreichend bekannt. Der Rechtsexperte des Deutschen Antidiskriminierungsverbandes (DADV) war jetzt zu Strategiegesprächen in Brüssel. Wie der Verband weiter mitteilte, traf der Bonner Anwalt dabei auch mit der Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments Dr. Sylvia-Yvonne Kaufmann zusammen. Alenfelder erachtete es bei seinen Gesprächen in Brüssel als wichtig, die Schwierigkeiten bei der Umsetzung der europäischen Antidiskriminierungsrichtlinien näher zu untersuchen und Lösungen zu erarbeiten. Viele Unternehmen und der traditionalistische Teil des politischen Spektrums wendeten sich gegen das Antidiskriminierungsrecht, weil oft "die wirtschaftlichen Vorteile konsequenter Gleichbehandlung noch nicht hinreichend bekannt sind". Leider seien die meisten Personalfachleute in Deutschland nicht vertraut mit dem Antidiskriminierungsrecht und den weiteren Entwicklungen, die es mit sich bringt. Aufgrund der derzeitigen Schwierigkeiten bei der Umsetzung der EU-Richtlinien in Deutschland will der Rechtsexperte des Antidiskriminierungsverbandes in der kommenden Woche die Bundesregierung in Berlin konsultieren. Sehr wichtig sei ihm dabei die unsensible und sehr bedenkliche Verwendung des Begriffs "Rasse" im deutschen Gesetzentwurf. sch  

 
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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Dipl.-Soz.Arb. Uwe Heineker schrieb am 30.03.2006, 14:20

Es wäre wünschenswert ...

... dass nun mit Hilfe des Rechtsexperten Herrn Dr. Alenfelder endlich die bislang oft emotional und streitig geführten Diskussionen um das Antidiskriminierungsgesetz endlich auf eine sachliche Ebene geführt wird.

Die Zeit zur Gesetzesumsetzung drängt, weil ansonsten jeder weitere (unnötige) Verzug für Deutschland Strafgelder bescheren würde, die viel sinnvoller zum Beispiel in der Schaffung bzw. Ausweitung ambulanter Assistenz- und Hilfsstrukturen für ältere und behinderte Menschen hätten eingesetzt werden können.

www.behindertenberatung.heineker.de

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