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01.04.2006 - 08:59

Bald neue Behindertenbeauftragte in Baden-Württemberg?.

Stuttgart (kobinet) Wie die kobinet-nachrichten aus geheimen, jedoch gut informierten Kreisen erfuhren, hat Baden-Württemberg möglicherweise bald eine neue Behindertenbeauftragte. Als heiße Kandidatin wird ForseA-Vorsitzende Elke Bartz gehandelt. Die kobinet-nachrichten fragten die noch amtierende Vorsitzende des Forums selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen, wie sie einer solchen Ernennung gegenüberstehe. Derzeit befindet sich Elke Bartz in Klausur mit sich und antwortet exklusiv den kobinet-nachrichten. Sie meint, es sei natürlich eine große Überraschung, die reifliche Überlegungen fordere. Andererseits würde sie es sich genau überlegen, die amtierende baden-württembergische Landesbehindertenbeauftragte zu entlasten, die als Sozialministerin und Kinderbeauftrage sicher genug zu tun habe. Allerdings würde es ihr schwer fallen, als ForseA-Vorsitzende zurückzutreten, doch "Ämterhäufung tut selten gut". Außerdem möchte sie sich nicht dem Vorwurf der Interessenkollision stellen müssen. Jede Position für sich, ob der Vorsitz bei ForseA oder als Behandertenbeauftragte/r würden zudem die ganze Person fordern. Zeit für andere Tätigkeiten würde kaum bleiben, wenn man der jeweiligen Aufgabe gerecht werden wolle, ist Bartz Meinung. Leider müsste sie den geplanten Umzug in das neue Krüppelheim (siehe kobinet-nachrichten von heute 8 Uhr) bei Ernennung zur Landesbehindertenbeauftragten auf unbestimmte Zeit verschieben, doch "aufgeschoben ist nicht aufgehoben". Und sie sei sicher, dass man ihr dort einen Platz frei halten oder frei machen würde. "Notfalls ziehe ich als dritte Bewohnerin zu meinem Mann in das Doppelzimmer, das er sich bis dahin mit einem anderen Bewohner teilt. Das ist auszuhalten, bis mal ein anderes Zimmer frei wird". Die gut informierten Kreise erklären, Bartz sei im Gespräch, da sie durch ihre jetzt rund 15 Jahre dauernde ehrenamtliche Tätigkeit in der Behindertenarbeit Kontinuität beweisen habe, was auch dem Amt der oder des Behindertenbeauftragten zugute käme. Es sei dringend nötig, dass die Position von einer Person wahrgenommen würde, die länger als nur ein paar Monate im Amt bliebe und wechseln würde, bevor es ihr möglich sei, sich in die Thematik umfassend einzuarbeiten. hjr  

 
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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Dipl.-Soz.Arb. Uwe Heineker schrieb am 01.04.2006, 23:11

Gekugelt vor lachen ...

... bei dem echt gelungenen Aprilscherz - einfach zu schön, um wahr zu sein - gelle Elke ... :-) ?

Maik Nothnagel schrieb am 01.04.2006, 21:24

Die "Nörgler und Undankbaren" bekommen Posten

Wenn du es gesundheitlich kannst und das mit FORSEA "gebacken" bekommst, dann tu es. Kläre vor allem vorher deine Kompetenzen und ähnliche solche wichtigen Dinge ab. Denn eine "Marionette" nützt niemanden, dir vor allem nicht.

Lass dir Zeit zum überlegen, denn das wird eine völlig andere Aufgabe und Rolle sein, die dich und dein Leben verändern werden.

Maik Nothnagel

Ilja Seifert schrieb am 01.04.2006, 11:27

Nieder mit dem Selbstvertretungs-Anspruch!

So weit kommt es noch!!

Jetzt wollen die Kaputten - pardon, die "selbstbestimmten Behindertenaktivist/innen" - die eigenen Angelegenheiten auch noch in die eigenen - womöglich verkrüppelten - Hände nehmen.

Da sei der heilige Bimbam vor!

Und dann der Personalvorschlag: Elke Bartz! Diese renitente Nörglerin, die bundesweit berüchtigte Kennerin der gesetzlichen Möglichkeiten und des wirklichen Lebens!

Wo kämen wir denn hin, wenn sie Hilfesuhende tatsächlich fair beriete, ihnen ihre Rechte verdeutlichte und sie sogar zum Ziel führte?!?
Dieses Weib versaut doch allen anderen Beamt/innen landauf, landab das geruhsame Büroleben!

Das können wir nicht wirklich wollen!

Deshalb schlage ich hiermit spontan vor, den diesjährigen europaweiten Aktions- und Protesttag kurzfristig unter das Motto zu stellen: "Nieder mit der Selbstvertretungs-Anmaßung!"

Wir sehen uns am 5. Mai!

Ilja Seifert, der Mahner

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