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kobinet-nachrichten 17.04.2006 - 08:02
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http://www.kobinet-nachrichten.org

Nichts geändert?!

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Von kobinet-Redakteurin Elke Bartz Hollenbach (kobinet) Auf den "Psalm der KrüppelInnen" von 1989 macht Susanne von Daniels die kobinet-nachrichten aufmerksam. Wer ihn liest wird sich fragen, ob sich denn wirklich nichts geändert hat in der Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen. - Tatsächlich hat es Fortschritte gegeben. Doch der Text zeigt auf, wie weit von den Zielen wir doch noch immer entfernt sind. Veröffentlicht wurde "Der Psalm der KrüppelInnen" erstmals vor 17 Jahren in der Broschüre "Weg mit den Ghettos - her mit dem Leben" der Alternativen Liste Berlin im Zusammenhang der Wahlen zum Abgeordnetenhaus. Der Text: Der Psalm der KrüppelInnen In Kneipen, Schulen und Büro, auf jeden Fall ein Krüppelklo. Geh'n wir in den "Weißen Hai", ist das Kino stufenfrei. Ein Bus ganz ohne Mittelstange, Rollis ist nun nicht mehr bange. "Die BVG ganz ohne Stufen"; hören wir die Doris rufen. Ob Catchen, Kino, Kabarett, stufenlos ist alles nett! (zu platt) Liebe macht auch Spaß im Bett! (nicht platt) Glück allein im trauten Heim, komm' wir nur mit Aufzug rein. Wir sprühn's an jede Wand, Pflegegeld in UNS'RE Hand! Uns gibt es künftig überall und nicht mehr nur im Sonderfall! "Aussonderung NEIN" ist kein Reim, muss aber rein. Nur so verhindert Ihr Bambule: Lasst uns in die Regelschule! Ob Studium oder Lehre, uns kommt nichts mehr in die Quere! Malochen wollen Krüppel auch, die Stütze füllt uns nicht den Bauch! Und die Konsequenz der Reime: AUFLÖSUNG DER HEIME!  

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