
Düsseldorf (kobinet) Der Landesverband für Körper- und Mehrfachbehinderte in Nordrhein-Westfalen hat eine landesweite Aktion gestartet. Alle, denen Barrieren auffallen, sollen diese bis zum 24. Mai an eine kostenlose Telefon-Hotline (0800 000 6355) mitteilen. Dies teilt Michael Knuffmann von der Selbsthilfeorganisation heute den kobinet-nachrichten mit. In Bussen und Bahnen würden Aufkleber auf die Aktion hinweisen. Die Aktion findet in der - von der Aktion Mensch initiierten - bundesweiten Kampagne "Ich bin wir statt" und wird mit 18.000 Euro gefördert. Ziel der Aktion sei es, die Barrieren aufzulisten und zu beseitigen. Wer anrufe müsse sich darauf gefasst machen, zur Mithilfe gebeten zu werden, erklärt Knuffmann, der als schwerhöriger Rollstuhlbenutzer selbst täglich mit Barrieren konfrontiert wird. Allerdings gehe es nicht nur um Stufen und fehlende Aufzüge, sondern auch um Hindernisse, wenn beispielsweise ein Türsteher einen behinderten Menschen nicht in die Disco herein lassen wolle. "Barrieren sind da, um abgebaut zu werden", ist Knuffmanns überzeugte Meinung. elba
Arnd Hellinger schrieb am 30.04.2006, 22:56
Wenn ein Behindertenverband im Jahre 2006 noch Erhebungen
durchführt, an denen man _nur_ per Telefon-Hotline teilnehmen kann,
was z.B. mir wegen Sprachbehinderung unmöglich ist, sollte dieser
Verband bezüglich Barrierefreiheit m.E. doch zunächst einmal vor
der eigenen Haustür kehren. Ein einfacher HTML-Fragebogen auf
der Website des fragenden Verbandes löst das Problem.
Barrierefreiheit fängt immer bei einem/r selbst an...