
Mainz (kobinet) Corina Zolle hat viele Initiativen in der Behindertenbewegung mit angeschoben und unterstützt. Doch heute hat die quirlige Frau aus dem Mainzer Umland selbst einmal etwas zu feiern, nämlich ihren 40. Geburtstag, zu dem ihr die kobinet-Redaktion ganz herzlich gratuliert. Die am 11. Mai 1966 geborene Corina Zolle ist aufgrund einer Körperbehinderung auf einen Elektrorollstuhl und persönliche Assistenz angewiesen. Bis zur 11. Klasse war sie die einzige Behinderte in der Regelschule, die erforderlichen Hilfen wurden durch ihre Eltern und Mitschülerinnen erbracht. Von der 11. bis zur 13. Klasse besuchte sie die Körperbehindertenschule der Stiftung Rehabilitation in Neckargemünd und machte dort ihr Abitur. Danach nahm sie ihr Studium der Biologie in Mainz und Bonn auf und machte ihre Dissertation bei Boehringer Ingelheim zum Thema molekularbiologische Grundlagen der Alzheimer Krankheit. Seit 2005 ist sie wissenschaftliche Angestellte am Paul-Ehrlich-Institut. Während ihrer Studienzeiten hatte Corina Zolle den ersten Kontakt mit der selbstbestimmt Leben Bewegung behinderter Menschen. Damals begann sie ihre Mitarbeit in der Interessenvertretung behinderter Studierender, später wirkte sie im Behindertenreferat des AStA der Uni Mainz mit. Sie ist Gründungsmitglied des Zentrums für selbstbestimmtes Leben Behinderter in Mainz und wirkte dort viele Jahre im Vorstand mit. Als Gründungsmitglied und als Vorstand der Interessenvertretung selbstbestimmt Leben in Rheinland-Pfalz prägte sie viele Jahre auch diese Organisation. Das Geschick des Forums selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen beeinflusste sie ebenfalls von Anfang an als Gründungsmitglied und ist heute dort immer noch im Vorstand. International wirkt Corina Zolle auch als Vorstandsmitglied des Europäischen Netzwerks für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen. "Aufgrund meiner eigenen Betroffenheit verfüge ich über große Erfahrung bei der Beantragung und Durchsetzung persönlicher Assistenz sowie den Umgang mit Kostenträgern. Ich habe mich vehement für die Durchsetzung gleichgeschlechtlicher Assistenz eingesetzt und stehe im Rahmen meiner beratenden Tätigkeit in den verschiedenen Vereinen in engem Kontakt mit den Bundes- und Landesregierungen", so Corina Zolle. Bei all den Aktivitäten ist heute jedoch inne halten und feiern angesagt. Denn 40 Jahre wird man nur einmal im Leben. omp
Manfred Keitel schrieb am 12.05.2006, 14:14
...und weiter so! :-)
Grüße
Manfred