
Berlin (kobinet) Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) in Deutschland hat heute gefordert, dass es keine Abstriche am Gleichbehandlungsgesetz geben darf. Sein Sprecher Axel Hochrein bezeichnete es als empörend, "dass Wirtschaftsverbände und leider auch die FDP lautstark den Ausschluss von Lesben, Schwulen und anderen Gruppen aus dem Diskriminierungsschutz im Zivilrecht fordern". FDP-Chef Guido Westerwelle bezeichnete heute in einer von seiner Partei beantragten Aktuellen Stunde im Bundestag das geplante Antidiskriminierungsgesetz als "Unfug" (Freie Demokraten im Deutschen Bundestag isoliert). Der LSVD-Sprecher betonte, dass es beim Zugang zu Gütern und Dienstleistungen immer wieder zu Benachteiligungen im Alltag kommt. Es sei höchste Zeit, "dass Wirtschaft und FDP rein ideologische Positionen zur Seite schieben und zu einer sachlichen Diskussionsebene zurückfinden". Für die deutschen Wirtschaftsverbände sei es ein absolutes Armutszeugnis, "nach einem ausgrenzenden Gesetz zu schreien". In anderen Ländern sei längst erkannt worden, "dass Geschlechtergerechtigkeit und Anerkennung von Verschiedenheit wirtschaftliche Erfolgsrezepte sind". Das gelte sowohl für Motivation und Leistung der Beschäftigten wie für den Erfolg am Markt. Die deutschen Wirtschaftsfunktionäre verharrten dagegen starr in alten Denkschablonen. sch