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19.05.2006 - 09:31

Studenten mit großem Interesse für barrierefreien Tourismus.

Münster (kobinet). Im Rahmen des Sommersemesters 2006 des Hochschulnetzwerkes Tourismus in Nordrhein-Westfalen fand hier eine Ringvorlesung zum Thema "Aktuelle Probleme der Tourismusforschung" statt. Gerade zurück aus Münster berichtet kobinet-Korrespondent Hartmut Smikac von der Veranstaltung.

Von Hartmut Smikac

Am 16. Mai war ein großer Hörsaal der Universität Münster gut besucht. Das allein ist sicherlich nichts Besonderes. In diesem Fall ging es aber "europäisch" zu und Inhalt der Vorlesung war der barrierefreie Tourismus.

In einem deutsch-englischen Vortrag sprachen Dr. Peter Neumann (Münster) und Dr. Maria Stella Minuti (Universität Assisi) zum Thema "Ausbildung und Innovation im barrierefreien Tourismus für Alle - Erfahrungen aus dem EU-Projekt EU.FOR.ME".

In 90-minütigem Vortrag und Aussprache wurde unter dem Blickwinkel der Ausbildung von touristischem Fachpersonal auf das umfangreiche und wachsende Potential von Kunden und Gästen mit weitergehendem Bedarf, wie Reisende im höherem Lebensalter und Menschen mit Behinderungen, hingewiesen. Davon ausgehend musste darauf verwiesen werden, dass die damit verbundenen Ansprüche eines barrierefreien Tourismus für alle, beginnend von der Ausbildung des touristischen Managements bis hin zum Fachpersonal in Hotels, Gaststätten und touristischen Büros noch nicht in erforderlicher Breite den gebührenden Raum einnehmen.

Einen weiten Teil von Vortrag und Gesprächen nahm die sich aus dem EU Projekt EU.FOR.ME ergebende Schlussfolgerung ein, sobald als möglich damit zu beginnen, die Lehrkräfte für touristischen Nachwuchs an den Universitäten, Hoch - und Berufsfachschulen entsprechend auszubilden und so eine touristische Qualifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erreichen, die in wachsender Breite auch diese größeren Zielgruppe anspricht.

Die anwesenden Gäste mit Rollstuhl hat bei all dem besonders das Interesse der Studentinnen und Studenten für dieses Thema und die Aufgeschlossenheit beeindruckt, mit welcher das Gespräch mit den Referenten, selbstverständlich in englischer Sprache, gesucht wurde.

Bleibt zu hoffen, dass auch für die touristische Ausbildung Verantwortliche sich ernsthaft dieses Themas annehmen und es möglichst bald eine Reform der touristischen Ausbildung gibt, aus der dann ein Fachwissen resultiert, in welchem die Ansprüche der Reisenden im höheren Lebensalter oder mit Behinderungen größere Beachtung finden.
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