
Berlin (kobinet) Nach einem Ortstermin mit fünf Rollstuhlfahrerinnen wurde heute versprochen, dass Planungsmängel eines neuen Gesundheitszentrums in Berlin-Spandau abgestellt und eine barrierefreie Zugänglichkeit gewährleistet werden. Die Initiative zu dieser Berollung ging von Ursula Lehmann und ihrem Verein TouringWandern aus. «Ein 85 Millionen teures innovatives Objekt muss barrierefrei sein, zumal es in Berlin immer noch zu wenig zugängliche Arztpraxen für Patienten im Rollstuhl gibt und die gesetzlich verbriefte freie Arztwahl wegen baulicher Hindernisse für uns ausgehebelt ist», sagte Ursula Lehmann gegenüber kobinet. Als Experte und Protokollführer wurde zum Ortstermin Dipl.-Ing. Heino Marx von «barrierefrei planen» eingeladen. Wenn all die Hinweise der Betroffenen umgesetzt werden, kann Berlin nach Ansicht von Marx Anfang des kommenden Jahres über ein Gesundheitszentrum verfügen, das modernen Gesichtspunkten und den einschlägigen Vorschriften entspricht. «Doch bei diesem Bau in der Neuendorfer Strasse (ehemalige Schultheiss-Brauerei) zeigte sich wieder einmal, dass Planungsfehler bei der Bauausführung Mehrkosten verursachen. So muss noch eine Mauer durchbrochen werden, damit die Besucher ebenerdig in die Apotheke des Hauses gelangen können, statt über vier Stufen», stellte Marx fest. Im Beisein von Ulrich Herrmann, des für barrierefreies Bauen zuständigen Beamten der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, versprach Michael Eckerl von der centromed Therapie GmbH, dass die aufgezeigten Mängel zum Beispiel am Empfangstresen, an den beiden Fahrstühlen und in den Behinderten-WC auf den Etagen bis zur Eröffnung des Zentrum behoben werden. Auch den Hinweisen, die im Interesse blinder und sehbehinderter Besucher gegeben wurden, soll nachgegangen werden. sch