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kobinet-nachrichten
30.05.2006 - 13:46
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Erfurt (kobinet) Angesichts der Entscheidung in Niedersachsen, das einkommens- und vermögensunabhängige Landesblindengeld wieder einzuführen, hat der behindertenpolitische Sprecher der Landtagsfraktion der Linkspartei.PDS, Maik Nothnagel, heute die Thüringer Landesregierung zur Umkehr aufgefordert. Der Abgeordnete erwartet, dass sich die Thüringer Landesregierung angesichts der aktuellen Entwicklungen neu positioniert. Er wolle dies in der nächsten Landtagssitzung abfordern. Seine Partei unterstütze den Antrag der sozialdemokratischen Fraktion zur Wiedereinführung des Thüringer Landesblindengeldes in der früheren Form. "Die seit Beginn dieses Jahres vorgenommene Abschaffung des Nachteilsausgleichs für Blinde und Sehbehinderte muss zurückgenommen werden", betonte Nothnagel und verwies auf die deutliche Verschlechterung der Lebensqualität der Betroffenen. Viele könnten wichtige alltägliche Lebenshilfen nicht in Anspruch nehmen, "weil sie es sich schlicht nicht mehr leisten können". Der Landtagsabgeordnete fordert die christdemokratische Landesregierung auf, "ihre rückwärtsgewandte Behindertenpolitik endlich zu beenden. Wir brauchen weniger Investitionen in Beton und Institutionen als viel mehr Unterstützung für ein selbst bestimmtes Leben", so der Abgeordnete. sch
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