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kobinet-nachrichten 17.12.2003 - 08:26
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Zugang für alle

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Von Françoise Letroite Genf (kobinet) Die letzten Delegierten zum Weltinformationsgipfel am Genfer Uno-Sitz sind abgereist. Ihr Thema, das die Medien ohnehin nicht sonderlich interessierte, wurde von den Zeitungs- wie von Funk- und Fernsehredaktionen meist von der Politik ins Feuilleton geschoben. Ein Treffen von etwa 100 behinderten Internet-Experten war von angereisten und heimischen Journalisten fast völlig ignoriert worden. «Universal Access darf nicht nur als ökonomisch und geographisch verstanden werden. Politiker und Gesellschaft müssen diesen Zugang auch in anderen Dimensionen denken, physisch, sinnlich und sogar mental», mahnten Abgesandte von Behindertenverbänden. Sie waren auf Einladung des Schweizer Behindertenverbandes nach Genf gekommen, um über barrierefreies Web, Open Source und Hardware für Menschen mit verschiedenen Behinderungen zu beraten. Mit ihrer Lobbyarbeit wollten sie zugleich den Delegierten des Gipfeltreffens der Informationsgesellschaft näher bringen, dass ein Zugang für alle erfordert, die Bedürfnisse behinderter Menschen besonders zu berücksichtigen. Der Informationsgipfel der Vereinten Nationen sollte globale Regeln formulieren, um den Zugang zu Informationen zu verbessern und den «digitalen Graben» zwischen armen und reichen Ländern bei der modernen Kommunikationstechnik zu verkleinern. Es waren auch Vertreter armer Länder, die Verständnis für die Sorgen behinderter Menschen aufbrachten. «Mit Unterstützung der Regierungsdelegationen von Thailand, Neuseeland, Südafrika, Mexiko und Kanada konnten wir erreichen, dass unsere Vorschläge wieder aufgenommen wurden, nachdem sie im Sommer gestrichen worden waren», sagte Monthian Buntan, Vorsitzender des Thailändischen Blindenverbandes. In den Paragraphen 13 und 30 der Genfer Erklärung zur Informationsgesellschaft und auch im Aktionsplan findet sich nun die Forderung, die Bedürfnisse behinderter Menschen zu berücksichtigen. Die großen Industrienationen sollten künftig bei der Umsetzung eines universellen Webdesigns mehr machen. Das wäre besser als weiterhin Überlegungen anzustellen, wie das Netz reglementiert und die weltweite Kommunikation profitabel vermarktet werden können. sch  

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