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kobinet-nachrichten 06.06.2006 - 14:37
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Sehbehindertag machte auf Probleme in der Bildung aufmerksam

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Berlin (kobinet) Auf Veranstaltungen des heutigen Sehbehindertentages (Ich sehe so wie du nicht siehst) haben blinde und sehbehinderte Menschen in Deutschland auf Probleme in der Ausbildung junger Menschen aufmerksam gemacht. Zugleich verlangten sie klare politische Entscheidungen zum zivilrechtlichen Schutz Behinderter. Das im Bundesrat zur Beratung anstehende Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) birgt nach Ansicht des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbands (DBSV) keine übermäßigen Restriktionen für die Wirtschaft. DBSV-Präsidentin Renate Reymann sagte angesichts aktueller Äußerungen von christdemokatischen Ministerpräsidenten gegen den von der großen Koalition vereinbarten Gesetzentwurf: "Befürchtungen von Verbänden oder einzelner Landesregierungen, das AGG führe nur zu mehr Bürokratie, sind in keiner Weise gerechtfertigt." Ziel des jetzt Gleichbehandlungsgesetz genannten Antidiskriminierungsgesetzes sei es, Menschen mit Behinderung einen angemessenen Schutz vor Diskriminierung zu bieten. "Positive Erfahrungen europäischer Nachbarländer, die vergleichbare Regelungen schon länger kennen, entkräften die Sorgen der Verbände", betonte Reymann und warnte davor, wichtiger Inhalte im AGG aufzuweichen. sch  

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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Robert Stahl schrieb am 08.06.2006, 19:02

Sorgen und Nöte erkannt

Es ist das erstemal, dass ich erlebt habe, dass ADG Befürworter auf die Befürchtungen von Krichen, Verbänden, Wirtschaft und NGO´s eingegangen sind. Auch wenn Frau Reymann die Befürchtungen nicht teilt, ist es schon mal ein richtiger Schritt in die richtige Richtung. Bis jetzt wurden alle Ängste der Menschen von ADG-Befürwortern ignoriert. Vielleicht klappt es doch noch miteinander, wenn sich die Lobby der Gleichbehandlungsbefürworter ein wenig bewegt. Dann gibt es vielleicht ein Gesetz mit Augenmaß.
r. stahl

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