London (kobinet) Der Direktor des European Anti-Discrimination Council (EAC), Dr. Stefan Prystawik, äußert sich zur wieder aufgekeimten Diskussion über den im mühsamen Kompromiss errungenen Inhalt des Allgemeinen Geichbehandlungsgesetzes (AGG).
"Es kann ja wohl nicht angehen, dass jetzt die mächtige Rückschrittslobby in Deutschland nun schon den ansonsten für sein ausgleichendes Wesen bekannten Bundespräsidenten unter Druck setzt, um ihn für ihre Zwecke einzuspannen" so Dr. Prystawik. "Dass wir mit weiteren Versuchen, den erreichten Minimalkonsens zu zerstören noch rechen mussten, war abzusehen. Der fehlende Respekt der Industrie- und Anwaltslobbyisten vor dem höchsten Amt im Staate bringt hier jedoch eine neue Dimension hinein und zeigt sogleich, welch' Geistes Kind die Herrschaften sind". Hier gehe es nicht mehr allein um die Inhalte eines Gesetzentwurfs, sondern um die Regeln eines demokratischen Staatswesens. elba