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kobinet-nachrichten
14.06.2006 - 20:34
URL: http://www.kobinet-nachrichten.org

Stockholm (kobinet) Die Behindertenbeauftragte der sozialdemokratischen Bundestagsfraktion, Silvia Schmidt, hob bei ihrem gemeinsamen Arbeitsbesuch mit der Behindertenbeauftragten der Bundesregierung, Karin Evers-Meyer, in Schweden und Finnland hervor, dass die skandinavischen Länder in der Behindertenpolitik Vorbildfunktion für Deutschland hätten. Dort konnten die Heime mit Hilfe persönlicher Assistenz geschlossen werden "und Menschen mit Funktionsstörungen wurden in die Freiheit entlassen", so Silvia Schmidt. Die Reise nach Schweden und Finnland sei auch ein wichtiges Zeichen der Politik für mehr Selbstbestimmung zugunsten behinderter Menschen, konstatierte die Abgeordnete. "Die skandinavischen Länder haben bewiesen, dass Sondereinrichtungen für behinderte Menschen durch ambulante Angebote abgelöst werden können." Dieser von der Europäischen Union längst geforderte Prozess sei hier nicht von heute auf morgen umgesetzt worden. "Deshalb ist es für uns in Deutschland so wichtig, dass wir den Ausbau von Heimen jeder Art stoppen und ‚ambulant vor stationär' mit Nachdruck fördern", so Schmidt. rabu
Dipl.-Soz.Arb. Uwe Heineker schrieb am 16.06.2006, 08:13
... den gleichen Optimismus wie Herr Richter haben - schön wär's ... Hierzu müssen allerdings die bestehenden Strukturen durchbrochen und ein Umdenken erreicht werden - ein langwieriger. Generationenprozeß, den ich nicht mehr erleben werde.
Rudi Richter schrieb am 15.06.2006, 22:41
Es freut mich, dass die Reise nach Skandinavien unseren deutschen PolitikerInnen die Augen öffnet, dass es kein Naturgesetz ist, dass behinderte Menschen in sogenannten "Heimen" leben müssen, die oft alles andere als heimisch sind.
Nun muss es darum gehen, diese Erkenntnis in die Praxis umzusetzen. Keine neuen Heime mehr, Abbau der bestehenden Einrichtungen und vor allem ambulante Angebote für behinderte Menschen vor Ort
Rudi Richter
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