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16.06.2006 - 08:53

Chance durch Schwedenreise.

Leinefelde (kobinet) Für Stefan Göthling von Mensch zuerst bietet die derzeitige Reise der Delegation der Behindertenbeauftragten der Bundesregierung nach Schweden eine echte Chance, auch in Deutschland ein Leben für behinderte Menschen in der Gemeinde selbstverständlich zu machen. "Wir Menschen mit Lernschwierigkeiten hören viel zu oft, was anscheinend alles für uns nicht möglich ist. Deshalb freue ich mich darüber, dass Karin Evers-Meyer und Silvia Schmidt nach Schweden gefahren sind, um zu schauen, was möglich ist. Denn nur weil wir Unterstützung brauchen, bedeutet das nicht, dass wir in Sondereinrichtungen leben oder arbeiten müssen. Ganz im Gegenteil bedeutet dies, dass man sich Gedanken machen muss, wie die Unterstützung bei uns ankommt, nämlich dort wo wir leben wollen", erklärte Stefan Göthling. Der Geschäftsführer von Mensch zuerst, dem Netzwerk People First Deutschland, hofft, dass die in Schweden gemachten Erfahrungen der PolitikerInnen nicht so leicht verpuffen, sondern konkret in die weitere Politik einfließen. "Ich möchte in einem Land leben, in dem ich keine Angst haben muss, wegen einer Behinderung aus meinem Umfeld gerissen zu werden und in einem sogenannten "Behindertenheim" leben zu müssen. Denn dort ist es in der Regel nicht so heimisch, wie immer getan wird", so Stefan Göthling. omp 

 
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