
Berlin (kobinet) Als Vollblut-Sozialpolitiker und streitbarer Kämpfer ist in der deutschen und europäischen Behindertenszene Walter Hirrlinger angesehen, der heute 80 Jahre alt wird. Der Präsident des Sozialverbands VdK Deutschland steht seit 16 Jahren an der Spitze des mit 1,4 Millionen Mitgliedern bundesweit größten Sozialverbands. Als Präsident der Action Européenne des Handicapés (AEH) setzt sich Hirrlinger auch auf europäischer Ebene für die Rechte von Menschen mit Behinderungen ein. Der gebürtige Tübinger hat den Begriff von der "produktiven Sozialpolitik" geprägt und so deutlich gemacht, dass Hilfen für ältere, kranke und behinderte Menschen nicht nur der Menschenwürde dienen, sondern volkswirtschaftlich vernünftig sind. Hinter dem leidenschaftlichen Streiter für einen solidarischen Sozialstaat, der 1968 bis 1972 selbst Arbeits- und Sozialminister in Baden-Württemberg war, liegen 50 Jahre Verbands- und Politikgeschäft. Was Behinderung bedeutet, weiß er seit einer schweren Wirbelverletzung im Zweiten Weltkrieg aus eigener Erfahrung. Mit seiner Ehefrau Lore, seit vielen Jahren ehrenamtlich aktive Vorsitzende der Diakonie- und Sozialstation Esslingen, hat Walter Hirrlinger eine kompetente und tatkräftige Mitstreiterin an seiner Seite. sch
Elvira A. Eleonore Schmidt schrieb am 26.06.2006, 17:11
Sehr geehrter Herr Hirrlinger, wie ich über Sie lesen kann, ist Ihr Leben geprägt von der Hoffnung und von den Taten, für Soziale Gerechtigkeit. Sie kämpfen unermüdlich dafür. Ich bin VdK-Mitglied und möchte gerne etwas für die Mitwelt tun, hoffe dass gerufen werde. Mein Handy-cap ist leider eineVerunglimpfung meiner Person. Wie wehrt man sich dagegen, als "Schizophren" bezeichnet zu werden. Bin nicht krankenversichert, habe die Arbeitsstelle verloren, die VDK Siegen ist direkter Nachbar meines ehemaligen Betriebes und dem EX-Ehemann zugetan. Wohne in einem Übergangswohnheim für Russland-Deutsche und werde morgen in ein anderes Haus umgesiedelt. Mein Magen, mein Herz rebelliert doch gebe die Hoffnung nicht auf. Sie sind mein Vorbild. Sie kämpften und kämpfen. Hätten Sie einen Platz für mich und meine Fähigkeiten, für meine Aufgabe, die noch ansteht.
PS: Ich bin 58 Jahre alt, war einmal die Bundesvorsitzende der Unternehmerfrauen im Handwerk. Alle diese Menschen haben wohl nichts von meiner "Krankheit" bemerkt, nur von meinem geschiedenen Mann wurde ein Betreuungsantrag gestellt.
Liebe Herzhoergrüsse von Elvira A. Eleonore Schmidt
Zu Ihrem neuen Lebensjahr wünsche ich Ihnen weiterhin die Kraft, die Zeit, den Glauben und die Liebe an Ihre Aufgabe.