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14.07.2006 - 00:46

LWV übernimmt Trägerschaft für hessische Sehbehindertenschulen.

Von Rita Schroll Kassel (kobinet) Der Landeswohlfahrtsverband Hessen (LWV) wird ab dem Schuljahr 2006/2007 in mehreren Schritten die Schulträgerschaft für alle öffentlichen Schulen für blinde und sehbehinderte Kinder und Jugendliche in Hessen übernehmen. Einer entsprechenden Vereinbarung, die in den vergangenen Monaten zwischen den Kommunalen Spitzenverbänden und dem LWV unter Beteiligung des Hessischen Kultusministeriums verhandelt worden war, stimmte kürzlich die Verbandsversammlung des LWV zu. LWV-Landesdirektor Uwe Brückmann sieht die Aufgabe richtigerweise beim LWV angebunden. "Wegen der Schülerzahlen ist hier eine überregionale Aufgabenbündelung bei den Schulen und den Förderzentren sehr sinnvoll. Auch erreichen wir so eine Schulentwicklungsplanung aus einem Guss", so Uwe Brückmann. Um Synergieeffekte zu nutzen, wolle der LWV die Schulen für sehbehinderte Kinder und Jugendliche an den Standorten, an denen bereits Schulen für Hörgeschädigte bestehen, neu einrichten bzw. weiterentwickeln, sagte der LWV-Chef. Die Schulen für Sehbehinderte bleiben auch in Zukunft überregionale Beratungs- und Förderzentren. Diese haben neben den Aufgaben als Förderschule auch den Auftrag, vor allem die Aufgabe, die Integration sehbehinderter Kinder in allgemeine Schulen oder - bei mehrfach behinderten Kindern - in wohnortnahe Förderschulen zu unterstützen. Der LWV Hessen unterstützt einer Presseinformation des Verbandes zufolge diese Arbeit, indem er die Kosten für teure Spezialgeräte, die die sehbehinderten SchülerInnen in den wohnortnahen Schulen benötigen, mit einem Anteil von 70 Prozent übernimmt, wenn der örtliche Schulträger 30 Prozent der Kosten trägt. Außerdem wird unter seiner Federführung in Zukunft in den drei hessischen Regionen je eine Steuerungskonferenz eingerichtet, in der die Beteiligten gemeinsam jeweils vor Beginn des neuen Schuljahres über den besten Förderweg eines sehbehinderten Kindes beraten und die Finanzierung abstimmen. Zudem sieht die Vereinbarung verbindliche Einzugsbereiche für die Regionen Nord-, Mittel- und Südhessen vor. Der LWV übernimmt die Schulträgerschaft für die jeweilige Region stufenweise. Zur Umsetzung der Schulentwicklungsplanung bis 2009 rechnet der LWV mit insgesamt rund 9,2 Millionen Euro Investitionskosten, die aus Mitteln der Schulbaupauschale des Landes kommen sollen. omp 

 
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