
Kassel (kobinet) Für Petra Groß von Mensch zuerst sind Frauenbeauftragte in Werkstätten für behinderte Menschen ein Muss. Deshalb hat sie sich zusammen mit anderen mit einer Unterschriftensammlung dafür stark gemacht. In Kassel konnte sie nun zusammen mit Martina Puschke vom Weibernetz erste Erfolge feiern. "Mit Katja Hohmann, Rita Sennen und Alexandra Schiron hat die Kasseler Werkstatt drei behinderte Frauen zu Frauenbeauftragten ernannt, die von der Geschäftsleitung anerkannt und vom Werkstattrat unterstützt werden. Das ist ein großer Erfolg, denn die Kasseler Werkstatt ist damit eine der ersten, die unsere Forderung nach Frauenbeauftragten in Werkstätten für behinderte Menschen erfüllt", erklärte Petra Groß nach ihrem Besuch in der Werkstatt zusammen mit Martina Puschke vom Weibernetz. Dieses Angebot stoße auch nicht nur bei den weiblichen Beschäftigten der Werkstatt auf eine positive Resonanz, sondern habe mittlerweile auch eine Vorbildfunktion für andere Werkstätten für behinderte Menschen. So beschäftigen sich mittlerweile auch andere Werkstätten mit diesem Thema. "Ich freue mich, dass es sich langsam auszahlt, dass wir an dem Thema dran geblieben sind. Denn auch behinderte Frauen in Werkstätten brauchen Ansprechpartnerinnen für ihre Belange. Deshalb ist es auch toll, dass sich in der Kasseler Werkstatt drei behinderte Frauen dazu bereit erklärt haben, die Arbeit zu machen", so Petra Groß. "Die Einrichtung der Funktion der Frauenbeauftragten ist in der Kasseler Werkstatt ein großer Erfolg, bundesweit gesehen jedoch noch ein zartes Pflänzchen, das jetzt nach kräftiger Nachahmung ruft. Im benachbarten Baunatal, das ebenfalls eine große Werkstatt für behinderte Menschen hat, gibt es beispielsweise solche Frauenbeauftragten noch nicht", erklärte Martina Puschke vom Weibernetz. Die beiden Frauen machten jedoch deutlich, dass sie auch weiterhin am Thema dran bleiben und für mehr Frauenbeauftragte streiten werden und ihr mögliches zu tun, um diese zu unterstützen. omp