Wien (kobinet) Über Wiener Pfusch im Nahverkehr berichtet heute Martin Ladstätter mit einem Audiozitat des dafür zuständigen Politikers in BIZEPS-INFO online. Die Stadt Wien zahlt 5,3 Millionen Euro pro Jahr an das Bahnunternehmen ÖBB und beteiligt sich an der Anschaffung neuer S-Bahnzüge, die von Behindertenorganisationen wegen unzureichender Barrierefreiheit abgelehnt werden. Die Wagen haben zum Beispiel keine fahrzeuggebundene Einstiegshilfe (Hublift). Das WC ist für Rollstuhlfahrer zu klein. Die Türöffner sind für sehbehinderte und blinde Menschen nicht leicht zu finden. Die Treppen in den Übergängen von einem Wagenteil in einen anderen sind zu schmal (Trittfläche). sch
Jürgen Wecke schrieb am 21.12.2003, 13:14
Die im Dezember 2002 in Betrieb gegangene S-Bahnlinie S6 zwischen Pforzheim Hbf und Bad Wildbad Bf. ersetzt die einstige DB-Strecke der Enztalbahn. Mit großem Aufwand wude die Strecke modernisiert und barrierefrei gestaltet. Barrierefreiheit war allerdings nur gewährleistet, wenn das richtige Wagenmaterial zum Einsatz kommt. Und die richtigen Wagen fahren nicht immer sondern immer seltener. Ein massiver Protest beim zuständigen Landesministerium wurde mit "Vielen Dank für Ihre Anfrage" und weiterem Bla-Bla beantwortet. Die Korrespondenz zog sich bis in den Dezember 2003 hin, jetzt kam die Zusage, daß in Zukunft für 90% der Fahrten Barrierefreiheit gewährleistet sei. Ich werde versuchen, das zu überprüfen, aber trotzdem die Bitte an alle die diese Strecke benutzen. Information an mich, wenn Sie wegen hochfluriger Fahrzeuge nicht zusteigen können, Informationen bitte mit Datum, Uhrzeit und Fahrtrichtung versehen, wer daran denkt, der notiere sich bitte auch die Nummer des eingesetzten Fahrzeuges. Gemeinsam muß es uns doch gelingen unsere Interessen in dem Subventionsschwindel zu vertreten. Schließlich haben wir das Projekt als Steuerzahler mit finanziert.
Jürgen Wecke
Berichterstatter für den ÖPV
beim MMB