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kobinet-nachrichten
10.08.2006 - 07:57
URL: http://www.kobinet-nachrichten.org
Von kobinet-Korrespondent Hartmut Smikac Wolfen (kobinet) Südlich der schottischen Hauptstadt Edinburgh liegt ein relativ kleiner Ort an den Ufern des Tweed- Flusses, den man jedoch nicht nur in Schottland kennt, sondern von dem man eigentlich überall in Europa schon einmal gehört hat - Melrose. Von den Ruinen der hier stehenden Abtei war der schottische Nationaldichter Robert Burns besonders im Mondenschein begeistern. Seine Gedichte haben die Abtei und damit auch den Ort Melrose bekannt gemacht. Mit dem Bau der Abtei von Melrose wurde im Jahre 1136 begonnen. Der jetzt noch zu sehende Rest ist Teil einer Kirche, die hier im 15. Jahrhundert gebaut wurde. In der Abtei ist ein Kästchen begraben, von dem man glaubt, dass es das Herz des Königs Robert the Bruce enthält. Die Ruine von Melrose Abbey ist durch das Empfangsgebäude nur über Treppen erreichbar. Besucher mit Rollstuhl können sich jedoch hier melden und dann durch einen Nebeneingang auf das Gelände der beeindruckenden Ruine gelangen. Im Bereich der Ruine gibt es mehrere Rampen, allerdings auch kurze Strecken mit grobem Kies. Mit dem Rollstuhl kann man so fast alle Teile des Geländes erreichen. Für die Kieswege und eventuell auch für Teile des Rasens auf dem Friedhof benötigt man eventuell Schiebehilfe. Unmittelbar gegenüber der Melrose Abbey befindet sich der Harmonie Garten, eine kleine und sehenswerte Anlage mit vielen Blumen, Gemüse- und Würzpflanzen sowie Obst- und Ziergehölzen. Das Gelände ist eben und die befestigten Wege sind mit dem Rollstuhl gut zu befahren. Der nicht lange Rundweg endet jedoch vor sechs Treppenstufen. So muss der Rollstuhlfahrer hier über den Rasen oder den Rundweg zurückfahren. Geht man nach dem Besuch in diesem Garten weiter aus dem Ort heraus, gelangt man zu einem Wanderweg am Tweed. Er ist bis zum Picknickplatz und auch zurück in den Ort asphaltiert. Allerdings ist er dann in der Nähe der Kirche stark abschüssig. Die Landschaft von Melrose wird durch die Eildon Hill, dem bestimmenden Orientierungspunkt des schottischen Grenzlandes, dominiert. Sie sind als Ergebnisse vulkanischer Aktivität entstanden. Zugleich sind sie Ort vieler Mythen. So erzählt man von einem Zauberer, der einen früher einzelnen Berg in drei Berge aufgespaltet haben soll oder vom Geist des König Arthur, welcher der Sage nach unter dem Hügel ruht. Ob überhaupt jemals ein König hier war, weiß niemand. Allerdings sind die Anzeichen einer früheren Befestigung des Berges noch heute zu sehen. In Melrose ist der Beginn eines etwa sechs Kilometer langen Wanderweges, der auf die Spitze des 422 Meter hohen Berges führt. Mobilitätseingeschränkte Besucher sollten sich vor Ort nach den Bedingungen auf diesem Wanderweg erkundigen und dann in Abhängigkeit von den Witterungsbedingungen oder möglicher Waldarbeiten am Berg selbst entscheiden, ob eine Wanderung auf die Eildon Hills für sie machbar ist oder nicht. Das Tourist Information Büro in Melrose ist nicht ebenerdig zugänglich. Wer für seinen Besuch spezielle Auskünfte benötigt, kann diese im Internet suchen oder sich per Post an folgende Adresse wenden: Melrose Visitor Information Centre, Abbey House, Abbey Street, Melrose TD6 9LG , beziehungsweise unter folgender Nummer anrufen 0044 870 608 0404.
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