Kopf-Werbung und Navigation überspringen
Kopf-Werbung überspringen

Werbung
Werbebanner zu Sachsen barrierefrei
Werbebanner zu Hier könnte Ihre Werbung sein
Werbebanner zu Familienratgeber der Aktion Mensch
Werbebanner zu Barrierefreie Reiseziele in Deutschland
Link zur Startseite Link zur Inhaltsübersicht Link zu Informationen Link zur Kontaktseite
Druckversion
05.08.2006 - 17:32

Erster CAP-Markt in Berlin eröffnet.

Von Martin Franke Berlin (kobinet) Schon 1999 eröffnete in Sindelfingen der erste Supermarkt, der als Integrationsfirma überwiegend Menschen mit Behinderung beschäftigt. Seitdem sind die CAP-Märkte (CAP von Handicap) ein Erfolgsmodell geworden. Seit dem 3. August ist es nun auch in der Hauptstadt soweit. Die Firma nobis - Der Dienstleister gGmbH eröffnete den 36. Markt der CAP-Gruppe in der Köpenicker Wendenschloßstrasse 143-145. Erst am 5. Juli 2006 fiel die Entscheidung, dass nobis die ehemalige Edeka-Filiale übernehmen würde. In dem Monat, der bis zur Eröffnung verging, wurde der Markt renoviert, neu ausgestattet und das Team geschult. Neben der theoretischen Unterweisung absolvierten die fünf Frauen und fünf Männer in einem benachbarten Edeka-Markt auch ein Praxistraining. Sieben von ihnen sind körperlich, seelisch und/oder geistig behindert. CAP ist anders als herkömmliche Supermärkte und wirbt offensiv damit, behinderten Menschen Arbeit zu geben. Die Philosophie ist aber auch, in Regionen, die mit angemessenen Einkaufsmöglichkeiten unterversorgt sind, einen "Lebensmittelpunkt" im besten Wortsinn zu schaffen. Auf 650 Quadratmetern finden Kunden ein Vollsortiment von fast 8.000 Artikeln, einen Backshop und eine Fleischerei, die allerdings von einem Partnerunternehmen betrieben wird. Die häufigste Frage, auf die nobis-Geschäftsführer Uwe Liesch in den letzten Wochen antworten musste, ist, ob sich so etwas in Berlin mit seinen vielen Massen-Discountern überhaupt lohnt. Er versichert, dass intensive Marktanalysen der Entscheidung zur Übernahme des Geschäfts vorangegangen sind. Das Sortiment wird zum größten Teil auch weiterhin von Edeka geliefert. Der Handelskonzern hat das Projekt schon im Vorfeld intensiv unterstützt. Außerdem konnte nobis auf das Know-how der "Genossenschaften der Werkstätten für Behinderte eG" (GDW) zurückgreifen, die das CAP-Konzept entwickelt haben und nun als Franchisegeber mit der Berliner Integrationsfirma zusammenarbeiten. Die Preise sind mit denen anderer Vollsortimentsläden vergleichbar. Besondere Sympathien in der Bevölkerung wollen sich die hochmotivierten Mitarbeiter dadurch verdienen, dass sie mehr als das Übliche bieten: Reservierte Parkplätze, breite Gänge an den Kassen, spezielle Einkaufswagen und eine Eingangskontrolle auf Knopfdruck ermöglichen auch Rollstuhl-Nutzern oder Müttern mit Kinderwagen ein komfortables Einkaufen ohne fremde Hilfe. Ein besonderer Clou ist der Lieferservice, der für Einkäufe ab 50 Euro und im Umkreis von fünf Kilometern kostenlos ist. Darüber werden sich vor allem ältere Menschen und berufstätige Hausfrauen freuen, denn die Lieferung kommt kurz vor Ladenschluss. Der CAP-Markt ist täglich von acht bis 20 Uhr, samstags bis 18 Uhr geöffnet, und telefonisch unter (0 30) 654 31 12 erreichbar. "Bis zu zehn weitere Märkte in Berlin und im angrenzenden Umland kann ich mir durchaus vorstellen", sagte der selbstbewusste nobis-Chef bei der Eröffnung. Bei dieser Vorstellung werde ihm flau im Magen, konterte Günter Hotte vom Integrationsamt, das den Löwenanteil an der Investition getragen hat. Gleichzeitig würdigte er aber nobis als zuverlässigen Partner, mit dem er in der Vergangenheit immer gute Erfahrungen gemacht habe. sch 

Leserbrief schreiben
Artikel versenden

Druckversion
Seitenanfang
Startseite

an den Anfang springen
Impressum

Validiert nach
Valid HTML 4.01
Mediadaten

© 2002-2009 kobinet-nachrichten

Dieser Internetauftritt wurde mit dem Content Management System @it
der dimedis GmbH, Köln erstellt.