
Hadamar (kobinet) "Die Geschichte von Hadamar kennen lernen", so lautet der Titel einer Tagung bei der es um die Tötungen von Menschen mit Behinderungen von 1941 bis 1945 in Hadamar geht und die vom 6. - 8. Oktober in Hadamar stattfindet. "Euthanasie ist das griechische Wort für 'leichter Tod'. Vor über 60 Jahren wurden viele behinderte Menschen getötet, weil andere Menschen es so wollten. Das war ein großes Verbrechen", heißt es in der Ausschreibung für die Tagung. Diese wird gemeinsam vom Verein zur Förderung der Gedenkstätte Hadamar e.V., der IB-Behindertenhilfe Hessen und von Mensch zuerst, dem Netzwerk People First Deutschland durchgeführt. "Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, eine weitere Tagung über die Geschehnisse in Hadamar zu organisieren. Vor allem finde ich es toll, dass sich so viele Menschen mit Lernschwierigkeiten für das Thema interessieren. Denn uns von Mensch zuerst ist es sehr wichtig, dass auch Menschen mit Lernschwierigkeiten einen leichteren Zugang zur Geschichte bekommen", erklärte Stefan Göthling von Mensch zuerst. Mensch zuerst engagiert sich mittlerweile seit über vier Jahren für die Aufarbeitung der Geschichte der Gedenkstätte in leichter Sprache und hat zusammen mit dem Förderverein einen Katalog über die Gedenkstätte in leichter Sprache herausgebracht. "Ich hoffe, dass endlich auch andere Gedenkstätten sich darum bemühen, ihre Informationen einfacher zugänglich zu machen", so Stefan Göthling. Der TeilnehmerInnenbeitrag für diese Tagung beträgt 20 Euro. Dies beinhaltet die Kosten für die Übernachtung und Verpflegung, die Fahrtkosten müssen selbst getragen werden. omp Anmeldung bei: Gedenkstätte Hadamar Uta George Mönchberg 8 65589 Hadamar E-Mail: uta.george@lwv-hessen.de