
Berlin (kobinet) Die Special Olympics gehen heute in Berlin zu Ende. Die Berliner Morgenpost berichtete ausführlich über das zweitgrößte Sportereignis dieses Jahres in der Hauptstadt. Die Zeitung begleitete Badminton-Spielerin Daniela Huhn, eine von 3000 Athleten, die an den Sportspielen teilnahmen und in 15 olympischen Disziplinen wetteiferten. Die besten Athletinnen und Athleten können im Oktober kommenden Jahres an den "World Games" in Shanghai teilnehmen. Aber so weit mag Daniela Huhn im Moment noch gar nicht denken. "Ich habe noch jede Menge Spiele vor mir, und die Gegner sind ganz schön schwer zu schlagen. Wäre trotzdem schön, wenn ich eine Goldmedaille mit nach Hause nehmen könnte", sagte sie der Morgenpost. Für ihren sportlichen Großkampftag hat die junge Frau lange trainiert. Daniela arbeitet jeden Tag in einer Werkstatt für geistig Behinderte in Lichterfelde. Jeden Donnerstag hieß es nach der Arbeit: Einzel, Doppel und Aufschlag üben. Das Training hat sich gelohnt, das erste Erfolgserlebnis lässt nicht lange auf sich warten. "Ich bin in die Leistungsgruppe A gekommen, da war ich echt sprachlos", sagt Daniela über ihre Einstufung am ersten Wettkampftag in die höchste von drei unterschiedlichen Leistungsgruppen. Vier von sechs Spielen hat sie am ersten Tag gewonnen. Aber das zählt heute nicht mehr. Es warten erneut sechs Gegner, und Daniela kommt ganz schön ins Schwitzen. Das Niveau ist hoch, auf dem Platz werden keine Punkte verschenkt. Die Schlachtenbummler feuern ihre Athleten an. Daniela ist nervös und ärgert sich über jeden kleinen Fehler. "Nimm den Schläger hoch und konzentriere dich", ruft ihr ein Trainingskollege zu. Aber heute will es einfach nicht richtig laufen. Die ersten drei Spiele gehen verloren. Es fließen ein paar Tränen, trotzdem lässt es sich die junge Frau nicht nehmen, ihrer Gegnerin zum Sieg zu gratulieren. "Sie war einfach zu gut für mich", sagt sie. Die Leistung wird neidlos anerkannt. Der olympische Gedanke "Dabei sein ist alles" zählt für die junge Sportlerin. Auch wenn es im Badminton dann doch nicht für einen Platz auf dem Siegerpodest gereicht hat, das nächste sportliche Ziel peilt Daniela gemeinsam mit ihrer Fußballmannschaft an. Im kommenden Jahr möchte sie beim Nationalen Fußballturnier der "Special Olympics" mitmachen. "Und dann holen wir uns den Pokal", sagt sie ehrgeizig. Und im Team ist Daniela unschlagbar. sch